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World Tour ist das Ziel Tudor mit ambitionierten Plänen und dank Küng mit mehr Breite

Das Schweizer Radsportteam Tudor Pro Cycling legt seinen Fokus auf die Grand Tours. Und träumt von einem Etappensieg.

Das Schweizer Radsportteam Tudor gehört nach dem abgeschlossenen Dreijahreszyklus zu den beiden punktbesten ProTeams unterhalb der WorldTour. Damit verfügt die Equipe von Mitbesitzer Fabian Cancellara in diesem Jahr über automatische Startrechte bei sämtlichen Rennen der höchsten Kategorie.

«Mit Blick auf die Saison 2026 bieten uns unser gesicherter Rennkalender und die automatischen WorldTour-Einladungen wertvolle Planungssicherheit. Das ist eine bedeutende Verbesserung gegenüber dem letzten Jahr», hatte Cancellara Mitte Januar an einem Medientermin in Spanien erklärt. «Unser klares Ziel ist es, uns bis Anfang 2029 einen Platz in der WorldTour zu sichern.»

Fabian Cancellara.
Legende: Verfolgt mit seinem Team ambitionierte Ziele Fabian Cancellara. imago images/Sirotti

Neuzugang Küng einer von neun Schweizern

Sportlich setzt Tudor seinen Schwerpunkt 2026 auf die drei grossen Landesrundfahrten. Mindestens einen Etappensieg beim Giro, der Tour de France oder der Vuelta will das Team einfahren. Im 30-köpfigen Team gilt der Australier Michael Storer derzeit als aussichtsreichster Kandidat für ein Topresultat bei einer grossen Landesrundfahrt. Bei der Frankreich-Rundfahrt soll vor allem der Einheimische Julian Alaphilippe für offensive Akzente sorgen.

Für Akzente sorgen will mit Stefan Küng auch ein Schweizer, einer von neun im Tudor-Team. Nach sieben Saisons bei Groupama-FDJ stiess der Thurgauer auf diese Saison hin zur Cancellara-Equipe. Der Zeitfahr- und Klassikerspezialist sorgt für mehr Breite und bringt die Erfahrung von acht Tour-de-France-Teilnahmen mit.

«Das Mannschaftszeitfahren zu Beginn der diesjährigen Tour de France ist ein wichtiger Höhepunkt in meinem Rennkalender», so der 33-Jährige. Im Frühling wird Küng wie gewohnt seinen Fokus auf die Pavé-Klassiker richten. Dick angestrichen hat sich Küng auch die Tour de Suisse. «Die Organisatoren haben mir versichert, dass es kein Bergzeitfahren gibt. Deshalb hoffe ich auf ein cooles Zeitfahren, dass meinen Qualitäten entgegenkommt.»

Neustart bei Hirschi

Ob Marc Hirschi erneut an der Tour de France startet, ist noch offen. 2025 konnte der Berner die hohen Erwartungen als Top-Neuzugang nicht vollständig erfüllen. Im Hinblick auf den Formaufbau nimmt der 27-Jährige deshalb leichte Anpassungen vor. Ziel ist es, mit mehr Frische in die entscheidenden Rennen zu starten. Für 2026 ist ein Neustart vorgesehen – inklusive einer Giro-Premiere, die im Vorjahr aus Formgründen nicht zustande kam. Zuvor soll Hirschi gemeinsam mit Alaphilippe in den Ardennen um Spitzenplätze kämpfen.

Rad

SRF zwei, Sportflash, 21.01.2026, ; 

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