Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweizer WM-Misere hält an «Eine sportliche Katastrophe»

Einmal mehr geht die Schweiz an einer WM im Team-Wettkampf leer aus. Dabei wäre sogar Gold dringelegen.

Legende: Video Grosse Enttäuschung bei den Schweizer Springreitern abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.09.2018.

«Wir sind alle am Boden zerstört», sagte der niedergeschlagene Equipenchef Andy Kistler. «Das war eine Art Super-GAU. Ohne nichts dazustehen, ist eine sportliche Katastrophe.»

Zwei Abwürfe und ein Streichresultat hätte sich die nach den ersten zwei Tagen führende Schweizer Mannschaft an den Weltmeisterschaften leisten können, um den Titel zu holen und Geschichte zu schreiben.

Mehr offen kann eine Türe gar nicht sein.
Autor: Andy KistlerEquipen-Chef der Schweizer Springreiter

Doch bereits nach den 13 Strafpunkten von Startreiter Werner Muff mit Daimler und dem Ausscheiden von Janika Sprunger nach zwei Verweigerungen war der Traum von Gold geplatzt, die Medaillenränge lagen in weiter Ferne.

«Wir hatten alles in der Hand, hätten unsere Stärken ausspielen können. Mehr offen kann eine Türe gar nicht sein», hielt Kistler fest. «Einen solchen Tag wird man in einem Sportlerleben nicht vergessen können.»

Kistler nahm zwar seine Equipe in Schutz, fand aber Worte der Selbstkritik. Im Nachhinein würde er Muff nicht mehr als Startreiter aufstellen. Im Jagdspringen, der ersten Prüfung, hatte Sprunger souverän eröffnet und somit etwas Druck weggenommen.

Besiegt Fuchs den Fluch?

Damit geht die schwarze Serie an Weltmeisterschaften weiter: Nur eine einzige WM-Medaille ziert das Palmares der Schweizer Springreiter: Bronze im Team 1994 in Den Haag (Ho). Während an Europameisterschaften und Olympischen Spielen regelmässig Edelmetall eingefahren wird, will es an der WM einfach nicht klappen.

Eine Chance bleibt noch: Martin Fuchs liegt im Einzelspringen auf Podestkurs. Er belegt vor den abschliessenden beiden Runden am Sonntag Platz 3.

Programm-Hinweis

Verfolgen Sie das Einzelspringen am Sonntag ab 17:20 Uhr live auf SRF info und im Livestream auf der SRF Sport App.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 21.09.2018, 21:00 Uhr.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Ich denke, Janika Sprunger's Pferd war heute einfach etwas müde und unsicher nach allen diesen enormen Strapazen-Tagen. Bei allen Pferden hat man das heute bemerken müssen - ausser Thomas Fuchs mit seinem wunderbaren Schimmel. Es wird einfach von den Pferden zu viel verlangt !!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Elsa Tschopp (Nimsay)
    Ich sehe das grösste "Problem" in Werner Muff. Er konnte leider in keinem seiner drei ritten überzeugen. Dadurch, dass er zwei Tage hintereinander Start Reiter war herrschte leider fast dauerhaft enormer Druck auf en anderen. Viel Pech sehe ich bei Janika Sprunger, sie hat vor dem schwarzen Tag sehr überzeugt. Aber ein Pferd ist und bleibt ein Tier und solch ein Tag kanns eben auch mal geben. Ich sehe dasselbe wie fast immer im Schweizer Sport - Qualität, aber wenig Quantität...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Bruno Froehlich (Bruno Froehlich)
      Kleines Land, nicht unerschoepfliche Reserve wie aandere Nationen, dann kranke, verletzte Pferde, die "Estermann-Affaere", Muff erst gar nicht beruecksichtigt und dann "durfte" er einspringen. alles zusammen etwas viel und trotzdem die anfaengliche Fuehrung und Hoffnung. Quantitaet hat D jede menge und trotdem etwas Muehe die Abgaenge der grossen Koenner zu verkraften. Es regnet auch nicht mehr automatisch Gold. Ist doch toll, Tokio geschafft !
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marc Nager (Marc Nager)
    Zum Glück heißt Sprunger Sprunger und nicht Springer. So kann sie sagen, es läge am “falschen” Namen... ;-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen