Bei den insgesamt 22 Wettkämpfen im Schwimmen, Gewichtheben und der Leichtathletik an den Enhanced Games verbesserten zahlreiche Sportlerinnen und Sportler zwar ihre persönlichen Bestleistungen. Eine Flut von Resultaten, die bestehende Weltrekorde übertrafen, gab es nicht. Offizielle Anerkennung von den internationalen Verbänden hätten sie ohnehin nicht gefunden.
Über 50 Meter Freistil, dem letzten Wettkampf der Veranstaltung, schlug der Grieche Kristian Gkolomeev dann nach 20,81 Sekunden an. Er war damit schneller als der offizielle Weltrekord von 20,88 Sekunden und bekam eine Million US-Dollar Bonus zusätzlich zu den 250'000 US-Dollar für den Sieg. Bei den Enhanced Games waren die im internationalen Schwimmsport seit 2010 verbannten Schwimmanzüge, die damals zu einer Flut von Weltrekorden beigetragen hatten, erlaubt.
Die 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten vor den Enhanced Games Zugang zu Dopingmitteln wie beispielsweise Testosteron, Wachstumshormonen und Epo. 38 davon haben nach Angaben der Veranstalter acht Wochen lang unter medizinischer Begleitung gedopt.
Genaues Doping unklar
Wie viel und was genau die Sportlerinnen und Sportler zu sich genommen haben, blieb ein Geheimnis. Mitgeteilt wurde unter anderem, dass 91 Prozent Testosteron und 79 Prozent Wachstumshormone bekommen haben. Vier Sportler verzichteten nach Angaben der Veranstalter auf Dopingmittel, darunter nach eigenen Angaben der ehemalige Sprint-Weltmeister Fred Kerley und der Schwimmer Hunter Armstrong aus den USA. Kerley gewann die 100 Meter in 9,97 Sekunden, Armstrong gewann über 50 Meter Rücken und wurde Zweiter hinter Gkolomeev über 100 Meter Freistil.
Die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und Anti-Doping-Agenturen kritisierten Veranstalter der Enhanced Games wollen durch das Event Athletinnen und Athleten finanziell und medizinisch besser versorgen als in den etablierten Strukturen des Weltsports.