Vom 9. bis 12. April finden in Uster die Langbahn Schweizermeisterschaften statt. Während es für viele Schwimmerinnen und Schwimmer um die Selektion für die Europameisterschaften im Sommer in Paris geht, wird Noè Ponti experimentieren. Den Titel in seiner Paradedisziplin wird ihm kaum jemand streitig machen.
Die Schweizer Spitzenschwimmer wie Ponti oder auch Roman Mituykov müssen in Uster keinen Selektionsprozess durchlaufen. «Sie sind Leistungsträger und bereits vorselektioniert worden. Für sie gelten tiefere Hürden. Damit ermöglichen wir ihnen, ihren Trainingsprozess frühzeitig auf die EM im Sommer auszurichten», erklärt Markus Buck, Chef Leistungssport von Swiss Aquatics.
Ponti will auch mal andere Disziplinen schwimmen
Die Titelkämpfe im Zürcher Oberland dienen deshalb vor allem zur Standortbestimmung. «Es geht auch darum, herauszufinden, ob der Trainingsprozess stimmt und wo noch letzte Details angepasst werden müssen», so Buck.
Entsprechend wird auch Ponti die Titelkämpfe im Heim-Becken angehen. Der Tessiner startet nebst seiner Paradedisziplin über 50 Meter Schmetterling, wo er «so schnell wie möglich schwimmen» will, auch über zwei Strecken, die er sonst kaum bestreitet: 50 Meter Rücken und 50 Meter Brust. Warum? «Um einfach einmal etwas anderes zu schwimmen, weil ich sonst immer das Gleiche mache», sagt Ponti gegenüber SRF.
Zum Abschluss tritt der 24‑Jährige auch noch über 200 Meter Schmetterling an – eine Disziplin, die er auf der Langbahn zuletzt an den Olympischen Spielen in Paris geschwommen ist.
Paris ist ein Zwischenschritt, die Augen sind schon auf L.A. gerichtet.
Der Fokus liegt für Ponti jedoch bereits auf den Europameisterschaften im August in Paris. Und er formuliert ein klares Ziel: «Ich will eine Medaille gewinnen. Eine goldene wäre schön», sagt er. «Aber es wird nicht einfach. Es gibt viele europäische Schwimmer, die im Schmetterling sehr stark sind.»
Die Schwimmer befinden sich im 4-jährigen Olympia-Zyklus derzeit auf Halbzeit-Kurs. Entsprechend richtet sich der Blick nicht nur auf die EM, sondern bereits auch auf die Sommerspiele 2028 in Los Angeles. «Paris ist ein Zwischenschritt, die Augen sind schon auf L.A. gerichtet», so Ponti.