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Ex-Schwinger positiv getestet Grab in Dopingkontrolle hängengeblieben

Gefunden wurde die Substanz Tamoxifen. Der Schwinger beteuert seine Unschuld und hofft nun auf die B-Probe.

Legende: Video Martin Grab unter Dopingverdacht abspielen. Laufzeit 03:19 Minuten.
Aus sportaktuell vom 14.07.2018.

Ein Dopingfall droht die Schwingwelt zu erschüttern. Mittendrin: Der Anfang Mai zurückgetretene Spitzenschwinger Martin Grab. Bei ihm wurde die Substanz Tamoxifen festgestellt: ein Krebsmittel, das beim Dopen dazu verwendet wird, anabole Steroide zu verschleiern.

«Kann mir dies nicht erklären»

Am 17. April war Grab bei sich zuhause in Rothenthurm getestet worden. In einem Schreiben vom 26. Juni habe Antidoping Schweiz dem Eidgenossen mitgeteilt, dass die A-Probe positiv sei, so Grab auf seiner Homepage, Link öffnet in einem neuen Fenster. Der 39-Jährige bezog am Donnerstag folgendermassen Stellung zu den Vorwürfen:

Schwingen ist mein Leben. Ich habe mich immer für einen fairen und sauberen Sport eingesetzt. Während meiner ganzen Karriere wurde ich sehr viel auf Doping getestet – und das stets negativ. Deshalb kann ich mir diese positive A-Probe nicht erklären. Ich bin überzeugt, dass ich auch heute sauber bin.

Der Schwyzer, mit 33 Kranzfestsiegen und dem Unspunnen-Erfolg 2006 einer der Grossen seiner Branche, setzt nun alles auf die B-Probe: «Bei Antidoping Schweiz habe ich die B-Probe verlangt, das Resultat steht noch aus. Selbstverständlich erhoffe ich mir, dass diese negativ ausfällt», so Grab. Zudem betonte er, «niemals wissentlich und willentlich verbotene Substanzen eingenommen zu haben, weder direkt noch indirekt.»

Legende: Video Der letzte Schwung von Martin Grab abspielen. Laufzeit 05:06 Minuten.
Aus sportpanorama vom 06.05.2018.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Was mich noch interessieren würde, sind die konkreten Zahlen zu den Dopingproben, denen sich M. Grab in seiner Karriere (ca. 20 Jahre) unterziehen musste. Er sagt ja, man habe ihn "sehr viel auf Doping getestet". Jedenfalls gab es bis zur Aufnahme des Schwingverbandes in Swiss Olympic (per 2016?) nur wenige Kontrollen im Schwingwesen, und Grab war als Schwinger nie ein potentieller Olympiakandidat, welche erfahrungsgemäss intensiver kontrolliert werden.
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    1. Antwort von Ulrich Gurtner (Ueli Gurtner)
      Nicht olympische und Randsportarten muessen das Antidopingsystem helfen mitzufinanzieren. Ein in sich abgeschlossenes untransparentes und korruptes System kostet Geld. Eigentlich interessiert sich doch niemand fuer einen gedopten Schwinger... Warum WADA?
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  • Kommentar von Ulrich Gurtner (Ueli Gurtner)
    Wann endlich wird Anti-Doping professionell, transparent und kontrolliert? In Guatemala werden junge Athleten zerstoert, indem man sie geziehlt dopt. Kegelspieler, Fussballer, Golfer, Motocrossfahrer alle mit Clostebol. Die Strafen belaufen sich mit der gleichen Substanz zwischen 1 Jahr , 2 und 4 Jahren, Wenn man sich kriecht. werden die Strafen willkuerlich runtergesetzt. Mein Sohn wurde von TAS freigesprochen, seit 2 Jahren wartet er auf sein ihm zugesprochenes Geld. Sport ist Mafia!
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  • Kommentar von Kai Haller (Sport_schweiz)
    Ich denke er hat nicht gewusst das das Gewisse Mittel Doping ist. Er hat in einem Interview sogar gesagt, dass er Schmerzmittel nehmen musste.
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    1. Antwort von Pascal Padrutt (papa)
      Ich bitte Sie Herr Haller. Man nimmt nicht einfach Tamox - ein Krebsmittel - aus Versehen, weil es neben der Packung Aspirin im Schrank liegt. Ich lasse Ihnen gerne Ihre Heile welt, aber diese positive Probe kann man nicht schönreden...
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