Der Königstitel im Steinstossen mit dem 83,5 kg schweren Unspunnenstein konnte eigentlich nur über Urs Hutmacher führen. Der 31-Jährige aus Weisslingen ZH dominiert die Szene seit einigen Jahren und gewann im vergangenen Jahr am Jubiläumsfest im Appenzell. In den Final in Mollis war er zudem als Qualifikationssieger eingezogen – mit einem 4,16 m weiten Rekord-Stoss.
Doch im Final vor 56'500 Fans in der Glarnerland-Arena unterlag Hutmacher sensationell Mauro Betschart. Der Schwyzer hatte erst in dieser Saison mit dem Steinstossen begonnen. Im Final der Steinstösser überflügelte Betschart den Seriensieger mit einem 3,98 Meter weiten Stoss um drei Zentimeter.
Hutmacher nimmt zu viel Risiko
Hutmacher hatte im ersten von zwei Versuchen mit 3,95 Metern die Bestweite aufgestellt. Nachdem Betschart die Marke des Zürchers zu übertreffen gewusst hatte, bot sich Hutmacher eine letzte Chance. Er hatte seinen zweiten Stoss noch vor sich – und ging dabei volles Risiko.
Der Stein landete weit hinten in der Sandgrube, er schien Betschart tatsächlich noch einmal gefährlich werden zu können. Doch Hutmacher konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und musste selbst in den Sand treten. Damit war sein zweiter Versuch ungültig – und Betschart König.
Schuler entthront
Auf Rang 3 klassierte sich der Mann, der an den letzten drei Eidgenössischen jeweils den Wettkampf mit dem Unspunnenstein für sich entschieden hatte: Remo Schuler. Dass er diesen Titel kein weiteres Mal verteidigen kann, war spätestens nach seinem zweiten Stoss klar. Dieser landete nach 3,92 Metern. Damit verbesserte sich Schuler immerhin noch auf den 3. Rang.