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Weil Klubkollege Wicki stellt Fankhauser lachender Dritter auf dem Brünig

  • Der 27-jährige Erich Fankhauser gewinnt den 125. Brünigschwinget.
  • Der Entlebucher vom Innerschweizer Schwingverband profitiert vom gestellten Schlussgang zwischen Joel Wicki und Kilian Wenger.
  • Christian Stucki verpasst seinen 4. Sieg um 0,25 Punkte.

Wie schon so oft nahm der Brünig-Schwinget einen verrückten Ausgang. Denn Erich Fankhauser hatte als Festsieger niemand wirklich auf der Rechnung. Nach einem Fehlstart (Niederlage im 1. Gang gegen Simon Anderegg) nahm der Entlebucher zwar Fahrt auf. Trotz 5 gewonnenen Kämpfen in Folge kam der 27-Jährige für den Schlussgang aber nicht in Frage.

Der grosse Dank an Klubkollege Wicki

Klubkollege Joel Wicki, der grosse Favorit, traf dort auf Kilian Wenger. Der Berner wurde trotz einem etwas schwächeren Notenblatt Wickis punktleichen Verbandskollegen Christian Schuler und Andi Imhof vorgezogen. Schnell wurde klar: Wicki ging nicht volles Risiko. «Wenn ein Klubkollege nachrücken kann, wäre es dumm gewesen, in einen Konter zu laufen», erklärte der 21-jährige Sörenberger. Nach 12 eher zahmen Minuten endete der Kampf gestellt.

Legende: Video Fankhauser: «Ich wusste gar nicht, dass ich erbe» abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus sportlive vom 29.07.2018.

Fankhauser wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. «Das ist zu einem grossen Teil das Verdienst von Joel», erklärte der sichtlich überraschte Nutzniesser. Er habe gar nicht gewusst dass er erben würde, gab Fankhauser zu Protokoll. Ein Medienschaffender habe ihn darauf aufmerksam gemacht.

Wicki war es dann auch, der seinen Entlebucher Klubkollegen auf Schultern trug. Für die Innerschweizer geht mit Fankhausers Sieg schliesslich eine lange Wartezeit zu Ende. Seit 2010 hatten sie auf dem Brünig nicht mehr gewonnen.

Stucki «durch die Hintertüre» noch Zweiter

Beinahe hätte sogar Christian Stucki noch profitiert. Der 33-jährige Seeländer brachte sich nach einem «Morgen zum Vergessen» mit zwei Gestellten dank vier 10er-Wertungen wieder ins Geschäft. Am Ende fehlten im 0,25 Punkte zum 4. Sieg nach 2009, 2012 und 2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.07.2018, 07:45 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Schmidig (Reto86)
    In einem Schlussgang sollte meiner Meinung nach geschwungen werden bis "zum umfallen" es sollte keinen Gestellten geben. Der Sieger ist dann erster und der Verlierer zweiter. Und nicht plötzlich z.b. 3b. Dies sollte für mich an jedem Fest gelten egal ob nun ESAV oder Chilbi Schwinget.
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  • Kommentar von max stadler (maxstadler)
    Ich kenne die Regeln im Schwingsport wenig, aber es kommt mir schon etwas komisch vor, dass der Sieger nicht einmal im Schlussgang war. Ich dachte, das könne nicht passieren.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Als Zuschauer kommt man voll auf seine Rechnung. Es ist einfach herrlich den Schwingfestern zuzusehen. Vielleicht wird sich das mit dem Schlussgang und Sieger erkoren noch etwas entwickeln. So ein Art KO System ab dem 6 Gang. Damit wirklich der 1 und 2 im Schlussgang steht.
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