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Ausblick auf die 69. Vierschanzentournee
Aus Sport-Clip vom 28.12.2020.
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69. Vierschanzentournee Corona, 1 Topfavorit und 3 Schweizer

Wir liefern die wichtigsten Fragen und Antworten zur 69. Auflage der Vierschanzentournee der Skispringer.

Am Dienstag beginnt in Oberstdorf die 69. Vierschanzentournee. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Skisprung-Spektakel zusammengefasst.

Wie sieht die Vierschanzentournee in Corona-Zeiten aus?

Für die Millionen Fernsehzuschauer kaum anders als in «normalen» Jahren. Das Programm der 69. Auflage findet im gewohnten Rahmen statt. Allerdings müssen alle Springen ohne Zuschauer auskommen – in Bayern und Österreich sind die Corona-Massnahmen sehr streng. Im Tournee-Umfeld kommen weitreichende Sicherheits-Massnahmen zum Tragen, die Anzahl der beteiligten Personen aus allen Bereichen ist deutlich reduziert worden.

Wann findet wo welches Springen statt?

Zeitplan/Schanzen

Sie können sämtliche Tournee-Springen live auf SRF zwei und im Stream in der SRF Sport App mitverfolgen:

  • Dienstag, 29. Dezember: Oberstdorf (Schattenberg-Arena, Schanzenrekord Sigurd Pettersen mit 143,5 Metern)
  • Freitag, 1. Januar: Garmisch-Partenkirchen (Olympiaschanze, Schanzenrekord Simon Ammann und Marius Lindvik mit 143,5 Metern)
  • Sonntag, 3. Januar: Innsbruck (Bergisel-Stadion, Schanzenrekord Michael Hayböck mit 138 Metern)
  • Mittwoch, 6. Januar: Bischofshofen, (Paul-Ausserleitner-Schanze, Schanzenrekord Dawid Kubacki mit 145 Metern)

Wer sind die Favoriten?

  • Topfavorit ist ein Norweger: Halvor Egner Granerud gewann vor diesem Winter kein einziges Weltcup-Springen, nun holte er 5 Siege in Serie und fährt mit entsprechendem Selbstvertrauen zur Tournee.
  • Herausforderer Nummer 1 dürfte der deutsche Weltmeister Markus Eisenbichler sein, der Gewinner der ersten beiden Saisonspringen.
  • Vorne mitmischen könnte auch der frischgebackene Skiflug-Weltmeister Karl Geiger, doch hinter dem Oberstdorfer Lokalmatador steht nach seiner Corona-Infektion ein Fragezeichen.
  • Gleiches gilt für Österreichs Topstar Stefan Kraft, der nach Covid-19 mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte.

Welche Schweizer sind am Start?

Der nimmermüde Simon Ammann nimmt bereits seine 23. Tournee in Angriff. Allerdings geht der Toggenburger als klarer Aussenseiter an den Start. Bei 5 Einsätzen in dieser Saison klassierte er sich nie in den Top 30. Neben Ammann sind im Aufgebot der Schweiz Gregor Deschwanden und Dominik Peter.

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Ammann und die Vierschanzentournee: eine bewegte Geschichte
Aus Sport-Clip vom 28.12.2020.
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Schafft wieder jemand den Grand Slam?

Eigentlich unglaublich: In den ersten 64 Jahren war Sven Hannawald 2001/02 der einzige Springer, der alle vier Wettbewerbe in einem Winter gewann. Dann kamen Kamil Stoch (2017/18) sowie Ryoyu Kobayashi (2018/19) und wiederholten dieses Kunststück nacheinander.

Die Gesamtsieger seit 1999/2000

JahrSiegerNationalität
1999/00Andreas WidhölzlÖsterreich
2000/01Adam MalyszPolen
2001/02Sven HannawaldDeutschland
2002/03Janne AhonenFinnland
2003/04Sigurd PettersenNorwegen
2004/05Janne AhonenFinnland
2005/06Jakub Janda /Janne AhonenTschechien / Finnland
2006/07Anders JacobsenNorwegen
2007/08Janne AhonenFinnland
2008/09Wolfgang LoitzlÖsterreich
2009/10Andreas KoflerÖsterreich
2010/11Thomas MorgensternÖsterreich
2011/12Gregor SchlierenzauerÖsterreich
2012/13Gregor SchlierenzauerÖsterreich
2013/14Thomas DiethartÖsterreich
2014/15Stefan KraftÖsterreich
2015/16Peter PrevcSlowenien
2016/17Kamil StochPolen
2017/18Kamil StochPolen
2018/19Ryoyu KobayashiJapan
2019/20Dawid KubackiPolen

Wer kann überraschen?

Überraschungen haben bei der Tournee Tradition: Die Österreicher Thomas Diethart (2013/2014) und Stefan Kraft (2014/2015) waren ohne jeden Weltcupsieg in die Tournee gegangen – und triumphierten. Im Vorjahr war der Norweger Marius Lindvik die grosse Entdeckung und wurde schliesslich Gesamtzweiter. Und diesmal? Der Japaner Yukiya Sato, der Österreicher Daniel Huber, Bor Pavlovcic aus Slowenien und auch der so stabile Pius Paschke (GER) sind Kandidaten.

Was ist bei der Tournee anders als im normalen Weltcup?

Im Gegensatz zu anderen Weltcups wird der erste Durchgang bei der Vierschanzentournee traditionell im K.o.-Modus ausgetragen. Die 50 qualifizierten Athleten werden in 25 Paare unterteilt und treten in direkten Duellen gegeneinander an. Dabei springt der Erste der Qualifikation des Vortages gegen den 50., der Zweite gegen den 49. und so weiter, die Sieger schaffen es direkt in den zweiten Durchgang. Das gilt auch für die fünf besten Verlierer («Lucky Loser»), die das Feld der 30 Starter im Finale auffüllen. Bei Punktgleichheit kommt der Springer mit der niedrigeren Startnummer weiter.

SRF zwei, sportflash 23.12.2020, 20:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Immer wieder frage ich mich aufs Neue, wie lange ich als Steuerzahler noch dazu beitragen muss, Simon Ammann durchzufüttern. Bei allem Respekt vor den grossartigen Erfolgen von Simon Ammann: Spitzensport ist kein Pfadilager, bei dem Mitmachen wichtiger ist als gewinnen. Wenn der Zug abgefahren ist, dann ist er abgefahren. Wäre prima, wenn auch Simon Ammann dies endlich einsieht.
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    1. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      Ja, es ist in der Tat so, dass viele nicht begriffen haben, dass es im Spitzensport nur um Leistung geht. Wer keine Leistung bringt hat da nichts verloren. Und Simon Ammann hat 2014 sein letztes Weltcupspringen gewonnen. Danach wurde er jedes Jahr schlechter. Dieses Jahr hat er noch keine einzigen Weltcuppunkt gewonnen. Es ist überfällig, dass er vom Spitzensport zurücktritt......
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    2. Antwort von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
      Grundsätzlich ist es schon mal Sache von Simon Ammann zu entscheiden, wann er zurücktritt. Mich nähme mal wunder, ob man es als Steuerzahler wirklich merkt, ob Simon Ammann noch aktiv ist oder nicht. Wenn nicht, dann sticht auch dieses Argument nicht mehr. Ich denke nicht, dass irgend einem Steuerzahler mehr im Portemonnaie übrig bleibt, wenn Simon Ammann einmal nicht mehr aktiv sein wird. Also sind für mich jegliche Rücktrittsforderungen an die Adresse von Simon Ammann überflüssig.
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