- Ueli Kestenholz ist nach einem Lawinenunglück im Lötschental am Sonntag verstorben.
- Kestenholz war ein Snowboard-Pionier und gewann bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano Riesenslalom-Bronze.
Der ehemalige Snowboarder und Extremsportler Ueli Kestenholz ist bei einem Lawinenabgang am Sonntag schwer verunglückt. Aufgrund der schweren Verletzungen ist im Spital Sitten in der Zwischenzeit die künstliche Beatmung eingestellt worden und Kestenholz gestorben. Dies bestätigte sein Bruder am Dienstag.
Die Kantonspolizei Wallis hatte am Sonntag mitgeteilt, dass sich am Sonntagmittag ein Snowboarder und ein Skifahrer im Lötschental befunden hatten, als sich «auf rund 2400 Metern Höhe aus unbekannten Gründen eine Lawine» löste und den Snowboarder mitriss. Während sich der Skifahrer selbstständig habe in Sicherheit bringen können, sei der Snowboarder verschüttet worden. Dabei handelte es sich um Kestenholz, wie die Berner Zeitung zuerst schrieb.
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Bild 1 von 6. Mit 50 Jahren verstorben. Ueli Kestenholz verunglückte am 11. Januar 2026 in den Walliser Bergen bei einem Lawinenunglück tödlich. Bildquelle: Getty Images/Foc Kan/WireImage.
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Bild 2 von 6. Auf dem Weg zu Olympia-Bronze. Kestenholz gehört zu den Schweizer Snowboard-Pionieren. An den Olympischen Spielen 1998 in Nagano wurde er hinter Ross Rebagliati (CAN) und Thomas Prugger (ITA) Dritter. Bildquelle: KEYSTONE/AP Photo/Robert F. Bukaty.
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Bild 3 von 6. Snowboard-Pioniere unter sich. Kestenholz (l.) und Gian Simmen feiern ihre Olympia-Medaillen aus Nagano beim Empfang am Flughafen Zürich. Der Berner hatte im Riesenslalom Bronze gewonnen, Simmen Gold in der Halfpipe. Bildquelle: Keystone/Christoph Ruckstuhl.
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Bild 4 von 6. Eine illustre Runde. Skispringer Simon Ammann, MTB-Profi Thomas Frischknecht, Kestenholz und Mountainbikerin Sari Jörgensen 2002 bei einer Sponsoren-Veranstaltung. Bildquelle: PHOTOPRESS/KEYSTONE/Michele Limina.
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Bild 5 von 6. Die 3. Olympischen Spiele. Nach dem Achtelfinal-Out in Turin 2006 im Snowboardcross beendete Kestenholz seine Profi-Laufbahn. Bildquelle: KEYSTONE/Laurent Gillieron.
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Bild 6 von 6. Immer in Bewegung. Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Kestenholz sportlich aktiv. Er konzentrierte sich aufs Freeriden sowie auf Film- und Fotoprojekte. Auch als Extremsportler machte er sich einen Namen. Bildquelle: Claudia Minder/freshfocus.
Kestenholz war ein Snowboard-Pionier. Er gewann an Olympia 1998 in Nagano Bronze im Riesenslalom, holte 1995 und 1999 zwei WM-Medaillen und siegte 2003 und 2004 an den X-Games im Snowboardcross. Nach seiner aktiven Karriere widmete er sich Film- und Fotoprojekten und dem Extremsport. Kestenholz hinterlässt seine Frau und zwei Kinder im Alter von 9 und 17 Jahren.