Eigentlich schien das Rennen um olympisches Gold im Boardercross sehr früh entschieden: Die Favoritin Lindsey Jacobellis (USA) lag 2006 in Turin weit vorne, die Schweizerin Tanja Frieden freute sich wohl schon über Silber.
Doch Jacobellis liess sich zu einer kleinen Dummheit verleiten und musste Frieden nach einer missglückten Showeinlage auf den letzten Metern des Rennens noch passieren lassen.
«So ein ‹Plämpu› wäre schon noch cool»
Ähnlich viel Bekanntheit wie Friedens Goldfahrt erlangte ihr anschliessendes Interview: «Ich habe mir von Anfang an gedacht: So ein ‹Plämpu› wäre schon noch cool. Und so ist es dann gekommen», meinte die Bernerin nach ihrem Triumph.
Genau am Tag der olympischen Eröffnungsfeier von Milano Cortina 2026 hat Frieden erneut Grund zum Feiern: Die Olympiasiegerin wird 50 Jahre alt. In knapp 2 Wochen jährt sich ihr grösster Triumph zum 20. Mal.
Getrübt werden die Feierlichkeiten vom Tod von Snowboard-Legende Ueli Kestenholz. Der jahrzehntelange Wegbegleiter von Frieden war am 13. Januar verstorben.