Die 30-jährige Thurgauerin krönte eine makellose Saison mit fünf WM-Titeln und wird zum zweiten Mal in Folge als Paralympische Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.
Die perfekte WM
Wo andere Athletinnen nach einem intensiven Paralympics-Jahr kürzertreten, schaltete Catherine Debrunner noch einen Gang höher. Den ultimativen Beweis lieferte sie im Herbst 2025 bei der Para-Leichtathletik-WM in Neu-Delhi.
War ihr in Paris der Sieg im Sprint noch verwehrt geblieben, lief diesmal alles perfekt: Fünf Starts, fünf Siege. Über 100, 400, 800, 1500 und 5000 Meter liess sie der Weltelite keine Chance.
Erfolg weiter ausgebaut
Mit dem Sieg über die 100 Meter beseitigte sie den letzten kleinen «Makel» ihrer Paris-Bilanz. Damit unterstreicht die ausgebildete Primarlehrerin, die seit 2022 als Profi unterwegs ist, ihren Status als Ausnahmeerscheinung. Während sich die Konkurrenz oft spezialisiert, dominiert die Ostschweizerin das gesamte Spektrum – von der Explosivität des Sprints bis zur taktischen Ausdauer auf der Langstrecke.
Bereits im Frühjahr 2025 hatte Debrunner auf der schnellen Bahn in Arbon bewiesen, dass ihre Formkurve weiter nach oben zeigt, als sie ihre eigene Ausnahmestellung mit neuen Weltbestzeiten untermauerte. Der Entscheid aus dem Jahr 2019, das Training unter dem niederländischen Coach Arno Mul zu professionalisieren, zahlt sich weiterhin aus. Debrunner verwaltet ihren Erfolg nicht nur, sie baut ihn aus.
Mit der neuerlichen Auszeichnung als «Paralympische Sportlerin des Jahres» wird nicht nur eine Serie von Medaillen gewürdigt, sondern die Konstanz einer Athletin, die das Limit im Rollstuhlsport immer wieder neu definiert.