Im vergangenen Ski-Winter verteidigt Marco Odermatt im Weltcup seine vier Kristallkugeln und wird erstmals Weltmeister im Super-G. Zwei Jahre zuvor hatte er bei den Weltmeisterschaften in Courchevel Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom gewonnen.
In Saalbach schloss Marco Odermatt in diesem Jahr eine der wenigen verbliebenen Lücken in seinem Palmarès. Mit einer Sekunde Vorsprung auf den ersten Verfolger gewann der Nidwaldner den Super-G auf der Strecke «Schneekristall» in überlegener Manier.
Grosse Siege im Weltcup
Auch im Weltcup feierte der Ski-Überflieger grosse Siege. Neben den drei Heimerfolgen in Adelboden (Riesenslalom), Wengen (Abfahrt) und Crans-Montana (Super-G) triumphierte Odermatt erstmals auch in Kitzbühel. Auf der legendären Streif sorgte er für den ersten Schweizer Super-G-Sieg seit Didier Défago im Jahr 2014.
17 Podestplätze in 25 Rennen
In 25 Rennen stand Odermatt in der vergangenen Saison 17-mal auf dem Podest und entschied den Gesamtweltcup damit überlegen für sich. Es war dies sein vierter Triumph in Folge. Zudem holte er wie in der Saison zuvor die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt, im Super-G und im Riesenslalom. Der 28-Jährige jagt Bestmarke um Bestmarke und lässt dabei alles mühelos erscheinen.
Dass diese Dominanz alles andere als selbstverständlich ist, zeigte sich beim Weltcup-Finale in Sun Valley, Idaho. Als Odermatt nach dem letzten Rennen interviewt wurde, stockte ihm die Stimme. In drei Disziplinen konstant Leistung zu erbringen, erfordere enorm viel Energie. Immer wieder fühle er sich leer. Dieses Thema arbeitete Odermatt im Sommer intensiv auf und fand dadurch den Antrieb, in der neuen Saison erneut auf Sieg- und Medaillenjagd zu gehen.