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Sportlerin des Jahres Daniela Ryf: Nicht einmal ein Quallenstich kann sie stoppen

Triathletin Daniela Ryf ist zum zweiten Mal nach 2015 Schweizer Sportlerin des Jahres – nach einer ungebrochenen Siegesserie.

Legende: Video Ryf: «Es ist ein unglaubliches Gefühl» abspielen. Laufzeit 05:29 Minuten.
Aus sportlive vom 09.12.2018.

Daniela Ryf beendete 2018 ungeschlagen, gewann unter anderem zwei WM- und einen EM-Titel. Bei ihrem Ironman-EM-Titelgewinn in Frankfurt realisierten gerade noch sechs Profi-Männer eine bessere Gesamtzeit als Ryf.

Am Saisonhöhepunkt auf Hawaii wurde Ryf trotz einer Quallen-Attacke zum vierten Mal Ironman-Weltmeisterin und setzte mehrere neue Messlatten. Die 31-jährige Solothurnerin verbesserte in 8:26:16 Stunden auf Big Island ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um über 20 Minuten. Die Basis dafür bildete der imponierende Radrekord (4:26:07).

Bester Wettkampf der Karriere

Ryf war froh, nach einem Quallenstich kurz vor dem Schwimm-Start das Rennen trotz Schmerzen in der ersten Disziplin fortgesetzt zu haben. «Dadurch wurde es noch der beste Wettkampf meiner Karriere.»

Legende: Video Ryf – die grosse Triathlon-Dominatorin abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus sportlive vom 09.12.2018.

Den Ritterschlag erhielt sie anschliessend von ihrer bislang einzigen Bezwingerin auf Hawaii (2014), der dreifachen Ironman-Weltmeisterin Mirinda Carfrae aus Australien: «Daniela befindet sich in einer eigenen Liga. Sie kann auf dem Rad eine Pace auf dem Level der besten Männer anschlagen und rennt den Marathon unter drei Stunden.»

Mit dem vierten Ironman-WM-Titel schloss Ryf zur vierfachen englischen Ironman-Weltmeisterin Chrissie Wellington auf, die nicht mehr aktiv ist. Einzig Rekordsiegerin Paula Newby-Fraser (8 Ironman-WM-Titel auf Hawaii) realisierte bislang vier Siege in Serie am bedeutendsten Triathlon der Welt.

Seit dem Wechsel auf die Langdistanz im Jahr 2014 hat die von Brett Sutton trainierte Ryf acht von zehn WM-Titeln über die 70.3.- sowie ganze Ironman-Distanz gewonnen. «Das hat es in diesem Sport noch nie gegeben», betont Ironman-Geschäftsführer Andrew Messick.

Sendebezug: Credit Suisse Sports Awards, SRF 1, 09.12.18, 20:10 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wer einen Triathlon Ironman durchstehen will, der muss einen eisernen Willen und über eine unglaublich starke Fitness verfügen, wenn man über 8 Std. lang höchste Leistung erbringen muss. Das schmälert die Leistungen der anderen Sportler nicht. Aber Triathlon spielt in einer ganz anderen Kategorie.
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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Bin ein Fan von Mujinga Kambundj, nicht zuletzt auch, weil sie immer so positiv eingestellt ist. Verstehe aber trotzdem nicht, warum sie im Gegensatz zu Schlumpf für die Awards nominiert worden ist. Immerhin gewann Letztere eine Silbermedaille...
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Das freut mich sehr und als Solothurner so wieso. Pech für Holdener und Gisin war das sie zusammen Nominiert waren und so sich wohl gegenseitig die Stimmen abjagten. Das soll aber nicht heissen das Ryf den Titel nicht verdient hat. Frage hätte ich schon an SF, wie Begründet man eine Nominierung von Mujinga Kambundj? sie wurde an der EM 3 x 4 und wird einer Silbermedaillengewinnerin Schlumpf vorgezogen. Auch eine Goldmedaille an den OS reicht nicht, siehe Sarah Höfflin-
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    1. Antwort von Laura W (Laura4)
      Kambundj wurde an der Hallen-WM 3. im 60m Sprint. Und in der Leichtathletik hat eine WM-Medallie einen höheren Stellenwert als eine EM-Medallie.
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