Patrick Fischer hat seine zehnte Saison als Nationaltrainer mit einer weiteren WM-Finalteilnahme abgerundet und mit seinem Team einmal mehr gezeigt, wie nahe die Schweiz dem grossen Coup im Welteishockey gekommen ist.
Seit 2015 prägt der 50-jährige Zuger das Nationalteam mit einem selbstbewussten Ansatz, der hierzulande nicht immer nur wohlwollend aufgenommen wurde. Seine forsche Art, gepaart mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion, hat dem Team jedoch jenen Glauben eingepflanzt, der nötig ist, um gegen die Grossen zu bestehen.
Dreimal im WM-Final
Vor der letztjährigen WM wagte Fischer den Spagat zwischen Resultatdruck und Verjüngung: Sechs Neulinge rückten ins Kader, um den Weg Richtung «Monsterjahr» 2026 zu ebnen. Unter seiner Führung erreichte die Schweiz zum dritten Mal in sieben Turnieren den Final. Fischers Talent, Spieler – auch NHL-Grössen – für ein gemeinsames Projekt zu begeistern, bleibt sein stärkstes Kapital.
Rücktritt nach der Heim-WM
Mit unerschütterlichem Optimismus formte er eine spielstarke, offensive Einheit, die an jedem Turnier zu den Medaillenanwärtern zählt und den Traum vom ersten Schweizer WM-Titel greifbar hält.
Zunächst wartete im Februar in Mailand das Olympiaturnier mit allen NHL-Stars, der erste grosse Höhepunkt auf Fischers Abschiedstournee. Nach der Heim-WM im Frühling tritt er als Nationalcoach zurück. Die Spieler werden alles daransetzen, dem erfolgreichsten Schweizer Nationaltrainer der Geschichte einen würdigen Abgang zu ermöglichen.