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2:3 gegen Österreich Schweizerinnen trotz Niederlage an der EM dabei

Legende: Video Zusammenfassung Schweiz - Österreich abspielen. Laufzeit 02:32 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.01.2019.
  • Die Schweizerinnen verlieren das entscheidende Spiel gegen Österreich zwar mit 2:3 (25:23, 25:22, 20:25, 21:25, 15:17), qualifizieren sich dennoch erstmals auf sportlichem Weg für eine EM-Endrunde.
  • Nach der 2:0-Satzführung war die Qualifikation Tatsache.
  • Die EM findet vom 23. August bis 8. September 2019 in Polen, Tschechien, der Türkei und Ungarn statt.

Nach der 2:0-Satzführung war die Luft etwas draussen. Die Schweizerinnen mussten sich in Schönenwerd Österreich noch mit 2:3 geschlagen geben. In einer dramatischen Schlussphase wehrte die Schweiz im 5. Satz beim Stand von 7:14 zunächst 7 Matchbälle ab, ging aber noch als Verliererin vom Feld.

Das alles spielte jedoch keine Rolle. Denn dank den beiden Satzgewinnen qualifizierten sich die Schweizerinnen schon vor Spielende erstmals überhaupt auf sportlichem Weg für eine EM-Endrunde. 2013 war die Schweiz als Co-Gastgeberin (mit Deutschland) gesetzt.

Nervöser Start

Die klare Ausgangslage (2 Sätze reichten für die EM-Quali) schien die Spielerinnen von Coach Timo Lippuner nervös zu machen. Im 1. Durchgang gerieten sie schnell 0:4 und 2:6 ins Hintertreffen. Und dies, obwohl man wieder auf die Dienste von Captain Laura Künzler zählen konnte. Die Schweiz fing sich und führte mit einem Zwischenspurt von 11:11 auf 15:11 die Vorentscheidung im 1. Satz herbei.

Beinahe eine 21:10-Führung verspielt

Mit dem Satzgewinn im Rücken spielte das Lippuner-Team befreit auf. Nach der 21:10-Führung im 2. Umgang schien alles klar. Doch erneut begann das grosse Zittern: Österreich startete die grosse Aufholjagd und kam bis auf 22:23 (!) heran. Mit 2 Punkten in Folge sorgte die Schweiz schliesslich für die definitive EM-Qualifikation.

Legende: Video Der entscheidende Punkt zur EM-Quali abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus sportlive vom 09.01.2019.

EM neu mit 24 statt 16 Teams

Der Ausgang der Partie war in der Folge weniger wichtig. Die Schweiz hatte Platz 2 auf sicher, hinter den ungeschlagenen Kroatinnen. Die Schweizerinnen profitieren auch davon, dass die EM erstmals mit 24 Teams ausgetragen wird. Die 4 Gastgeber-Länder sowie die besten 8 der Europa-Rangliste waren direkt qualifiziert. Hinzu kommen die Teams, die in den 6 Quali-Gruppen die Plätze 1 und 2 belegen.

Legende: Video Monster-Ballwechsel: Österreich entscheidet einen Big Point abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus sportlive vom 09.01.2019.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.01.2018, 16:50 Uhr

13 Kommentare

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  • Kommentar von Dorothee Meili (DoX.98)
    Genau! danke Patrick Salonen! und ich freue mich auch über die Uebertragungen: auch das Männer-Match war so interessant zum Mitverfolgen; spannende engagierte Sportler und Sportlerinnen! danke!
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  • Kommentar von Patrick Salonen (Patrick Salonen)
    wieso können wir uns nicht einfach über diesen erfolg freuen??!! immer muss alles ausdiskutiert und das haar in der suppe gesucht werden? das junge team (+/- 20 jahre im schnitt) hat zusammen mit dem staff das erreicht, was zuvor keine (noch so starke) generation geschafft hat. freuen wir uns doch darüber und suchen nicht nach “fehlern” warum dies jetzt ausgerechnet die schweiz geschafft hat! das team hat es verdient.
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  • Kommentar von Marc Nager (Marc Nager)
    Die österreichische Trainerin sprach zu ihren Spielerinnen immer auf Englisch und Kroatisch. Die Namen von ⅔ der „Österreicherinnen“ endeten auf hauptsächlich “ić”, gefolgt von “ač” und “ak”, alles Kroatische Namen. Man darf also, ohne unfair zu sein, sagen, dass mindestens ⅔ des österreichischen Teams aus Spielerinnen des früheren Jugoslawien bestehen. Mich interessierte, wie das Resultat geendet hätte, wenn die “Österreicherinnen” mit 100% Eigengewächs angetreten wären wie die Schweiz.
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    1. Antwort von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
      Lesen Sie bitte einmal die Telefonbücher der Region östlich und südlich von Wien. Dann werden Sie feststellen, dass eine Grosszahl der Lokalen eben auch ungarische oder slowenische-kroatisch-serbische Namen tragen. Und das seit Generationen. Vielleicht hat man diese Familien schon früh nach Wien geholt um am Kaiserhof immer genügend Personal zum putzen zu haben. Man suchte ArbeiterInnen - und es kamen Menschen. Freier Personenverkehr war auch eine erfolgreiche Grundlage des Kaiserreiches.
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    2. Antwort von marc rist (mcrist)
      An dieser EM werden neu 24 Nationen vertreten sein von 48 möglichen. Es geht beinahe in Richtung Jekami.
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    3. Antwort von Tina Blatter (tibebl)
      Lieber Herr Nager, man kann Österreich und das benachbarte Slowenien nicht als hermetisch abgeriegelt betrachten. Die Stadt Klagenfurt in Kärnten liegt bspw. nur 30km von der slowenischen Grenze entfernt. Die Kärntner Slowenen sind die größte autochthone – also einheimische, aber anderssprachige – Volksgruppe Österreichs. In Österreich ist es normal, dass man auch mal einen slowenischen oder (ach du Schreck!) kroatischen Familiennamen hat. Es gibt interessante Artikel dazu, auch online.
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