Als die Volleyball-Saison 2025/26 im vergangenen Oktober lanciert wurde, gehörte Volley Näfels nicht zu den meistgenannten Anwärtern auf den Titel. Die goldenen Zeiten des Glarner Traditionsklubs liegen schon ein Weilchen zurück. Die neun Meistertitel, die Näfels bisher gewonnen hat, kamen zwischen 1998 und 2011 zustande. Letztmals in einem Final stand man in der Saison 2017/18.
Acht Jahre nach dem letzten Finaleinzug greift Näfels wieder nach dem Titel. Nach nur zwei Niederlagen haben die Glarner die Qualifikation auf Rang 1 abgeschlossen. Ihre Viertelfinal- und ihre Halbfinalserie gewannen sie ohne Niederlage. Mit Volley Amriswil wartet ab Samstag nun aber die grösstmögliche Herausforderung.
Sorgenvolle Jahre in Näfels
Die Thurgauer waren in den letzten Jahren Final-Stammgast. Der Titelverteidiger war in der Qualifikation für eine der beiden Näfels-Niederlagen verantwortlich. Hinzu kommt diejenige im Cupfinal, den Amriswil vergangenen Samstag mit 3:1 gewonnen hat.
Eine Prognose zu wagen, ist schwierig. Klar ist, dass mit Näfels und Amriswil die zwei besten Teams der Saison aufeinandertreffen. Für die Glarner wäre der 10. Titel der Klubgeschichte nicht nur sportlich ein Riesending, sondern könnte dem Klub auch in finanzieller Hinsicht in die Karten spielen.
Der Abgang eines Grosssponsors hat den Klub vor vier Jahren in finanzielle Schieflage gebracht. Unter anderem einem Crowdfunding ist es zu verdanken, dass Volley Näfels nach ungewissen und herausfordernden Zeiten wieder schuldenfrei ist.