Eigentlich wie schon die ganze Saison über sind die Volleyballerinnen aus Neuenburg in einem Rausch. Nur 9 Tage nach dem Erobern der Cup-Trophäe lancieren die Überfliegerinnen in der Nationalliga A den Playoff-Final. Gegen Kanti Schaffhausen, in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels, wollen die Romandes am Ende der Best-of-5-Serie erneut die Nase vorn haben.
Im K.o.-Format konnte ihnen bis zum Schluss kein Team das Wasser reichen. Gegen den unterklassigen Herausforderer vom BTV Aarau musste NUC keinen Satz abgeben. Das Verdienst: der 5. Cuppokal der Vereinsgeschichte, der 4. in Folge.
Die Mission im anderen Wettbewerb ab Ostermontag lautet nun: Den 6. Meistertitel in Serie und den 7. insgesamt eintüten. Zusammen mit dem Erfolg im Supercup (ebenfalls gegen Kanti Schaffhausen in einer damals dramatischen Entscheidung nach 0:2-Satzrückstand) ergäbe dies das Saison-Triple.
Nach dem Marathon weiter mit Vollgas
Vor einem Jahr war das Finalduell eine einseitige Angelegenheit. Die Westschweizerinnen setzten sich auf dem schnellstmöglichen Weg durch und gewannen alle 3 Partien mit 3:1. In der laufenden Saison trennten die beiden Equipen nach der Qualifikation 7 Punkte.
Bloss eine einzige Niederlage (und überhaupt nur 8 Satzverluste) fing das seit letztem Herbst von Laura Girolami trainierte Team auf dem hiesigen Parkett ein: und zwar ausgerechnet gegen Kanti Schaffhausen. Entsprechend ist der 3:1-Erfolg der Nordostschweizerinnen von Ende Januar durchaus als Warnsignal zu verstehen.
Zudem hat Kanti SH in der «heissen Phase» der Meisterschaft jüngst bewiesen, dass es gegen Widerstände ankämpfen kann. Im Halbfinal gegen Aesch-Pfeffingen musste der Quali-Zweite über die volle Distanz und 2 Matchbälle abwehren, um weiter vom Premieren-Coup träumen zu dürfen. Dabei gilt es auch auszublenden, dass die Titelverteidigerinnen in ihrer Halbfinal-Serie gegen Chênois Genf keinen einzigen Satz abgaben.
«Wir müssen von Anfang an Vollgas geben und ohne Bremse spielen. Am Ende werden Service und Angriff entscheidend sein», lässt sich Schaffhausens Kapitänin Katerina Holaskova auf der Verbandsseite zitieren.