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Gold-Regen in Milano Cortina Historischer von Allmen – in vielerlei Hinsicht

Franjo von Allmen gehört schon jetzt zu den grössten Schweizer Winter-Olympioniken der Geschichte – nach nur 3 Rennen.

Bei Franjo von Allmen gehen einem an den Winterspielen in Milano Cortina die Superlative aus. Bereits mit seinem zweiten Gold-Coup in der Team-Kombination am Montag schrieb der Berner Oberländer Schweizer Sportgeschichte, dank des dritten Streichs im Super-G gelangt von Allmen aber in neue historische Sphären.

  • Super-G-Bann gebrochen

Seit die Disziplin Super-G 1988 im kanadischen Calgary zum olympischen Programm gehört, konnte vor von Allmen kein Schweizer an Winterspielen im Super-G reüssieren. Didier Cuche (1998 in Nagano) sowie Beat Feuz (2018 in Pyeongchang) holten Silber, Ambrosi Hoffmann (2006 in Turin) Bronze.

  • Erfolgreichster Skifahrer an denselben Olympischen Spielen (ex aequo)

Der 24-jährige von Allmen avancierte zum Geschlechter übergreifend erst vierten Skifahrer, der im selben Jahr an Olympischen Spielen den Gold-Hattrick schafft. Vor dem bisher einzigen Schweizer schafften dieses Kunststück auch der Österreicher Toni Sailer 1956 in Cortina (Abfahrt, Riesenslalom, Slalom), der Franzose Jean-Claude Killy 1968 in Grenoble (Abfahrt, Riesenslalom und Slalom) und die Kroatin Janica Kostelic 2002 in Salt Lake City (Riesenslalom, Slalom, Kombination).

Franjo von Allmen.
Legende: Ist frühestmöglich auf dem Olymp angekommen Franjo von Allmen. Keystone/Peter Klaunzer
  • Erster Schweizer Winter-Olympionike mit dreimal Gold im gleichen Jahr

Zwei Olympia-Goldmedaillen im gleichen Jahr zu gewinnen, das gelang neben den Skifahrerinnen Marie-Theres Nadig 1972 und Vreni Schneider 1988 auch zwei Schweizer Athleten aus anderen Winter-Sportarten: Skispringer Simon Ammann (2002 und 2010) und Langläufer Dario Cologna (2014). Mit drei Goldmedaillen an Winterspielen im selben Jahr steht von Allmen aber alleine an der Spitze.

An Sommerspielen glückte dieses Kunststück einzig dem Schützen Konrad Stäheli 1900 in Paris und dem Turner Georges Miez 1928 in Amsterdam.

  • Top 5 der erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken

Mit seinen 3 Goldmedaillen hievt sich von Allmen im ewigen Schweizer Medaillenspiegel an Olympischen Winterspielen auf den 4. Platz – dies notabene bei seiner ersten Teilnahme. Angeführt wird diese Statistik von Ammann und Cologna, die je 4 Mal Olympiasieger wurden.

Zum Palmarès der heute 61-jährigen Schneider gehört neben ihren drei goldenen auch noch je eine silberne und bronzene Medaille, weshalb sie in der Liste der erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken noch vor von Allmen liegt. Komplettiert werden die Top 5 von Nadig, welche zwei Gold- und eine Bronzemedaille zuhause hat.

SRF zwei, Milano Cortina live, 11.02.2026, 11:30 Uhr ; 

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