Der Topfavorit
- Marco Odermatt
Einmal mehr heisst der grosse Favorit Marco Odermatt. Der Nidwaldner ist im Super-G seit Jahren das Mass aller Dinge. In den letzten 3 Saisons sicherte er sich jeweils überlegen die kleine Kristallkugel und auch aktuell führt er die Disziplinen-Wertung deutlich an. Als einziger Athlet hat der 28-Jährige in diesem Winter schon 2 Rennen gewonnen.
Ausserdem überzeugt Odermatt durch seine beispiellose Konstanz. Bei seinen letzten 32 Starts im Super-G auf internationaler Bühne verpasste er lediglich ein einziges Mal die Top 5. Aber: Bei Grossanlässen musste der Überflieger lange auf seine 1. Super-G-Medaille warten.
Nachdem er das Podest bei seinen ersten 3 Weltmeisterschaften jeweils verpasst hatte und an den Olympischen Spielen in Peking ausgeschieden war, schloss er letztes Jahr in Saalbach auch diese Lücke in seinem Palmarès – und zwar eindrücklich. Mit genau einer Sekunde Vorsprung auf die Konkurrenz fuhr er zu WM-Gold. Nun will er auch an Olympia erstmals aufs Super-G-Treppchen steigen.
Die internationalen Herausforderer
- Giovanni Franzoni (ITA)
- Das Austria-Quartett
Der Aufsteiger schlechthin in diesem Winter heisst Giovanni Franzoni. Der 24-jährige Italiener raste im Super-G von Gröden im Dezember erstmals aufs Weltcup-Podest und hat sich seither an der Weltspitze eindrücklich etabliert. Es folgten die grossen Siege in Wengen (Super-G) und Kitzbühel (Abfahrt) und zuletzt die Silbermedaille in der Olympia-Abfahrt.
Die Ränge 2 bis 4 in der Disziplinenwertung in diesem Jahr belegen mit Respektabstand auf Odermatt derweil allesamt Österreicher. Vom Trio Vincent Kriechmayr, Stefan Babinsky und Raphael Haaser hat in dieser Saison allerdings einzig Kriechmayr ein Rennen gewonnen. Der Super-G-Weltmeister von 2021 triumphierte in Beaver Creek im Dezember.
Auch der 4. österreichische Fahrer am Start ist ein heisses Eisen im Feuer. Marco Schwarz gewann in seiner Comeback-Saison in der Altjahreswoche in Livigno erstmals einen Super-G.
Die weiteren Schweizer
- Franjo von Allmen
- Stefan Rogentin
- Alexis Monney
Neben Odermatt verfügt Swiss-Ski über 3 weitere Top-Fahrer. Insbesondere Franjo von Allmen dürfte nach seinen Gold-Coups in der Abfahrt und der Team-Kombination nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Im Super-G kann der 24-Jährige allerdings noch nicht die gleichen Erfolge wie in der Abfahrt vorweisen. Nach einem verhaltenen Saisonstart in der zweitschnellsten Disziplin fuhr von Allmen zuletzt aber 3 Mal in Folge aufs Podest.
Stefan Rogentin ist derweil die Konstanz in Person. Der 31-jährige Bündner fuhr in den 6 Super-G-Rennen dieser Saison stets auf Rang 7 oder 8. Seinen ersten und bis dato letzten Weltcup-Sieg feierte der Bündner vor 2 Jahren in dieser Disziplin. Alexis Monney kam in dieser Saison noch nicht ganz an seine Resultate aus dem vergangenen Winter heran. Einziges Highlight im Super-G: Rang 2 in Livigno.
Das Podest bei Peking 2022
- 1. Matthias Mayer (AUT)
- 2. Ryan Cochran-Siegle (USA)
- 3. Aleksander Aamodt Kilde (NOR)
Von den Medaillengewinnern aus Peking ist in diesem Jahr einzig Ryan Cochran-Siegle am Start. Während Matthias Mayer seine Karriere 2022 überraschend beendet hatte, musste Kilde seine Rückkehr vor einer Woche vorzeitig abbrechen. Cochran-Siegle bleibt derweil eine Wundertüte, gehört aber nicht zu den grössten Medaillenkandidaten.
Der 33-jährige US-Amerikaner verpasste in 5 seiner letzten 9 Weltcup-Rennen gar die Punkte. Zuletzt überzeugte er zwar wieder mit Rang 3 in der Abfahrt von Crans-Montana und der Bestzeit im 1. Abfahrts-Training von Olympia. Im Rennen vom Samstag musste er sich dann aber mit Platz 18 begnügen. Im Super-G ist sein Bestresultat in diesem Winter ein 6. Rang.