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6. Sieg auf dem Hungaroring Ferrari muss auch in Ungarn Hamilton den Vortritt lassen

Legende: Video Hamilton triumphiert in Ungarn abspielen. Laufzeit 03:25 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 29.07.2018.
  • Lewis Hamilton siegt auf dem Hungaroring zum 6. Mal und baut seinen Rekord aus.
  • Die Favoriten von Ferrari belegen die Plätze 2 und 3 und verpassen damit den angestrebten Sieg.
  • Keine Punkte gibt es für Sauber, nachdem Charles Leclerc und Marcus Ericsson alle Chancen auf eine gute Platzierung schon früh vergeben.

Ungarn bleibt Lewis-Hamilton-Land. Der Brite siegte auf dem Hungaroring bereits zum 6. Mal und baute seine Führung im WM-Klassement auf 24 Punkte Vorsprung vor Sebastian Vettel auf. Der Deutsche wurde unmittelbar vor seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen 2. Erst ein spätes Überholmanöver gegen Valtteri Bottas ermöglichte Ferraris Doppel-Podest.

Legende: Video Beide Ferraris überholen Bottas abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus sportlive vom 29.07.2018.

Nach dem Doppelsieg 2017 hatte Ferrari auch in diesem Jahr als Topfavorit gegolten. Grund: Die in den vielen langsamen Kurven so gut arbeitende Traktion der «Scuderia»-Autos. Dass es mit einem Erfolg nichts wurde, lag auch an einigem Pech. Ferraris Ungarn-GP 2018, ein Drama in 3 Akten:

  • 1. Akt, das Qualifying: Nach starken Trainings will Ferrari die Pole. Starke Regenfälle wirbeln die Kräfteverhältnisse durcheinander, die vorderste Reihe ist silbern statt rot.
  • 2.Akt, 39. Runde: Räikkönen muss wegen seiner in der Gluthitze leidenden Soft-Reifen schon zum 2. Mal an die Box. Zuvor hatte der Finne schon im Cockpitt gelitten: Seine Trinkflasche war nicht angeschlossen gewesen.
  • 3. Akt, 40. Runde: Vettels Strategie: Auf Soft-Reifen möglichst lange draussen bleiben und dann den Overcut schaffen. Wegen Zeitverlust beim Überrunden und einem ungenügenden Boxenstopp kommt der Deutsche aber hinter dem Mercedes-Duo aus der Boxengasse. Das war es mit dem Sieg.

Red Bull hinter seinen Möglichkeiten

Die im Training noch so schnellen Fahrer von Red Bull konnten ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Max Verstappen musste nach einem Motorschaden schon nach 5 Runden aufgeben. Daniel Ricciardo fiel nach einem Rencontre mit Marcus Ericsson vom 12. auf den 16. Platz zurück. Für den zweifachen Saisonsieger (China und Monte Carlo) reichte es am Ende nach einer weiteren Kollision mit Bottas immerhin zu Rang 4.

Sauber zurück auf dem Boden der Realität

Eine herbe Enttäuschung setzte es auch für das zuletzt regelmässig punktende Sauber-Team ab. Bereits nach 2 Runden zeichnete sich ab, dass es für den Rennstall aus Hinwil in Ungarn nichts zu holen geben wird. Charles Leclerc musste seinen Boliden abstellen, nachdem er von den beiden Force India in die Zange genommen worden war. Ericsson fiel schon nach schwachem Start und Crash mit Ricciardo auf den letzten Platz zurück.

So geht es weiter

Nach dem intensiven Juli mit 4 Rennen dürfen die Fahrer nun in die wohlverdienten Ferien. Weiter geht es am 26. August in Belgien, wo der legendäre Wettkampf in Spa-Francorchamps ansteht.

Sendebezug: srf.ch/sport, 29.7.208, 14:40 Uhr

12 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
    Wenn man Hamiltons religiöses Geschwafel ernst nehmen will, wird die Pokalübergabe Ende Jahr aber kompliziert. Wie übergibt man Jesus einen Pokal?
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  • Kommentar von David Kummer (davidsson)
    Wenn Vettel es nicht schafft die auf ihn und Ferrari zugeschnittenen Rennen wie jenes am Hungaroring zu gewinnen und stattdessen Hamilton im Mercedes den Vortritt lässt wird es auch dieses Jahr nichts mit der Fahrer-WM. Höchstens wird es dann noch zum Sieg in der Konstrukteure-Wertung reichen.
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    1. Antwort von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
      Klar, er ist ein Gentleman und lässt den Vortritt!?
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  • Kommentar von Markus Kestenholz (kesti)
    Schade, dass Ihr keinen Sendeplatz fandet für das Rennen heute. Konnte dieses Spektakel bei Euren Kollegen von ORF mit kompenten Kommentaren geniessen. Wird dies in Zukunft öfters passieren..Eine Begründung wäre für die treuen Motorsportfans sicher von Vorteil.. Nichts gegen ein Brünigschwinget, aber auf dem Infokanal nur Wiederholungen..??
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    1. Antwort von Alessandro Meier (Aliass)
      Der Livestream verschafft abhilfe.
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    2. Antwort von David Kummer (davidsson)
      Wird ein Rennen einmalig nur im Internet gestreamt muss doch nicht gerade so scharf kritisiert werden. Dürfen wir doch schliesslich 20 von den 21 Renntagen live im Fernsehen verfolgen und mit Herr Stäube verfügt auch das SRF über einen durchaus kompetenten Moderator! Auch ich hätte das Rennen heute nur zu gerne im Fernsehen verfolgt aber man darf ja auch Mal den anderen Sportarten den Vorrang lassen.
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    3. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      20 Übertragungen von 21 Rennen ist mehr als genug für eine Disziplin, deren sportlicher Wert sehr gering ist. Es fahren das ganze Jahr die gleichen ca. 20 Fahrer aus den gleichen Mannschaften. Spannung erzeugen hauptsächlich die mehr oder weniger langen Boxenhalte und ein paar Kollisionen. Der Rest ist ein Wetteifern zwischen Ingenieuren. Und die Schweiz ist nur am Rand beteiligt. Dass gewisse Arbeiten für den italienisch-schwedischen Rennstall in Hinwil gemacht werden, ändert daran nichts.
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    4. Antwort von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
      Also wo ist das Problem wenn man auf ORF ausweichen kann, mit um Welten besserem Kommentar? Hier könnte die SRG gewaltig Geld einsparen. Wer dieses meist langweilige Spektakel live sehen will ist anderswo ohnehin besser bedient.
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    5. Antwort von Toby O. (Bubuu)
      Ich muss sagen, dass ich mir zuerst auch erhofft hatte, dass SRF das Rennen überträgt. Dann schaute ich aber aus Neugier einige Minuten vom Schwingen und es zog mich irgendwie in den Bann. Am Schluss fieberte ich lieber beim Schlussgang mit als beim Rennen. Genau deshalb finde ich wichtig, dass das SRF auch solche kleinere Anlässe (besonders Schwingen etc.) überträgt und so der Bevölkerung die Schweizer Kultur näherbringt. Zumal, wie gesagt, für F1 diverse Ausweichmöglichkeiten bestehen.
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