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Dank Vettel-Crash Hamilton rast in Hockenheim von Platz 14 zum Sieg

Legende: Video Hamiltons Aufholjagd mit Sieg belohnt abspielen. Laufzeit 04:14 Minuten.
Aus sportpanorama vom 22.07.2018.

Das Podest

  • 1. Lewis Hamilton (Gb)
  • 2. Valtteri Bottas (Fi)
  • 3. Kimi Räikkönen (Fi)

Ausser sich vor Wut schlug Sebastian Vettel im Kiesbett des Hockenheimrings auf sein Steuerrad ein. Den so lange herbeigesehnten Heimsieg vor Augen, unterlief dem Deutschen in der 52. von 67 Runden ein folgenschwerer Fahrfehler. Auf feuchter Strecke verlor er die Kontrolle über seinen Ferrari und setzte ihn in den Reifenstapel.

Legende: Video Vettel verliert die Kontrolle abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus sportlive vom 22.07.2018.

Die Hoffnungen auf einen Erfolg im legendären Hockenheim-Motodrom, das nur 50 km von seinem Elternhaus entfernt liegt, muss Vettel wohl begraben. Die Ausgabe 2018 war der vorläufig letzte GP in Deutschland, da die Veranstalter in Fernost mehr Geld zu investieren in der Lage sind.

Der Jäger

Zum grossen Gewinner avancierte Lewis Hamilton. Der Brite war nach einem hydraulischen Defekt an seinem Mercedes nur vom 14. Startplatz ins Rennen gegangen. Nach grosser Aufholjagd hatte Hamilton alle vor im liegenden Boliden mit Ausnahme Vettels überholt. Als dieser sich selbst aus der Entscheidung nahm, stand der Sieg und die Führung im WM-Klassement für Hamilton fest. Sein Polster auf Vettel beträgt nun 17 Punkte.

Hamilton kommt mit blauem Auge davon

Gegen Sieger Hamilton wurde nach dem Rennen eine Untersuchung eingeleitet, weil er bei der Boxeneinfahrt die Linie überfahren hatte und über die Wiese zurück auf die Strecke fuhr. Die Renn-Kommissäre entschieden aber, dass der Brite für sein Manöver nur verwarnt und nicht weiter bestraft wird.

Dahinter platzierte sich Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas, der damit den ersten Mercedes-Doppelsieg in Hockenheim fixierte. Grund zur Freude hat auch Marcus Ericsson, der als 9. seine WM-Punkte 4 und 5 abstaubte.

Der missglückte Poker

Als es in Kurve 6 zu regnen begann, wechselten zahlreiche Teams im Dunstkreis der Punkteregionen von Slicks auf Intermediates. So auch der auf Rang 11 lauernde Charles Leclerc. Da der Regen dann aber wieder aufhörte, missriet der Poker und der Sauber-Pilot musste sich von seinen Punkteträumen verabschieden. Schlimmeren Schaden konnte Ericssons Teamkollege dank guter Reaktion bei einem Dreher vermeiden.

Legende: Video Leclerc zeigt einen «Threesixty» abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus sportlive vom 22.07.2018.

So geht es weiter

In einer Woche steht der Hungaroring im Fokus der Aufmerksamkeit. Nach dem intensiven Juli mit 4 GPs dürfen die Fahrer in die Ferien, ehe es Ende August in Belgien weitergeht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.7.2018, 14:40 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es ist wieder mal so weit: Da verpflichtet der Sauber-Rennstall wieder ein junger "Lehrbub". Dieser Leclerc kommt nach kurzer Zeit sehr gut mit dem Sportgerät zurecht, schaffts oft ins Q3 und fährt Punkte ein. Schon sprechen F-1-Fachleute davon, dass der junge Monaco-Pilot nächstes Jahr bei Ferrari unter Vertrag kommen werde (an Stelle von Räikkönen)! Sauber bildete also wieder einen aus, der nun als "ausgelernter Geselle" in ein Spitzen-Team wechseln kann. Sauber wird ihn kaum behalten können!
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  • Kommentar von Danny Kinda (Kinda)
    Das ist schon das zweite mal in dieser Saison wo Vettel ein Rennen einfach so wegwirft. Er darf sich am Ende nicht beklagen wenn es wieder nicht für den Titel reicht.
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  • Kommentar von Thomas F. Koch (dopp.ex)
    Der ganz grosse Regenguss kam dann kurz nach dem Rennen. Der Poker mitbei den Intermediates bei Leclerc ging nicht auf. Die Sauber Teamtaktik nicht beide Fahrer auf die Intermediates zu wechseln zahlte sich am Ende mit zwei Punkten aus. Gratulation an Sauber, der Anschluss an das Mittelfeld ist definitiv geschafft. Noch sammelt man mühsam die Punkte, mittlerweile aber regelmässig.
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