Am Sonntag steht der erste GP der neuen Formel-1-Saison an. Experten erwarten in Melbourne den Beginn einer spannenden Saison. Dank umfassender Regelrevolution ist eine Verschiebung der bisherigen Kräfteverhältnisse durchaus denkbar. Viele Fragen stellen sich: Lautet das alles überragende Duell erneut McLaren gegen Red Bull? Kann Lewis Hamilton endlich im Ferrari glänzen? Und wie konkurrenzfähig ist der Sauber-Nachfolger Audi?
Ganz andere Sorgen vor dem Saisonstart hat man bei Aston Martin. Das Team hält sich angesichts der starken Vibrationen in der neuen Power Unit offen, Fernando Alonso und Lance Stroll am Sonntag nur einen kleinen Teil des Rennens absolvieren zu lassen.
«Das gravierendste Problem ist, dass diese Vibration letztlich in die Finger des Fahrers übertragen wird», sagte Aston Martins Teamchef Adrian Newey: «Fernando ist der Ansicht, dass er nicht mehr als 25 Runden am Stück fahren kann, bevor er das Risiko dauerhafter Nervenschäden in den Händen eingeht. Lance ist der Meinung, dass er diese Schwelle bereits nach 15 Runden erreicht.»
Die Vibrationen in der Power Unit von Honda führten nebenbei auch zu «Zuverlässigkeitsproblemen. Spiegel fallen ab, Rücklichter fallen ab – all diese Dinge, um die wir uns kümmern müssen», so Newey.
Irgendwann fühlen sich die Hände und die Füsse ein bisschen taub an.
Auch Alonso selbst bestätigte die Auswirkungen, «irgendwann fühlen sich die Hände und die Füsse ein bisschen taub an». Es sei schwer einzuschätzen, «was für Konsequenzen es hätte, wenn wir einen Monat unter solchen Bedingungen fahren würden». Entdeckt wurden die Probleme während der Testfahrten in Bahrain. Das Team arbeite mit Honda an Lösungen, die freien Trainings am Freitag sollen erste Aufschlüsse geben.