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Nach dem Sieg in Baku «Mental stark und rücksichtslos» – Der Erfolg des «neuen» Bottas

Valtteri Bottas ist auf dem besten Weg, aus Lewis Hamiltons Schatten zu treten. SRF-Kommentator Michael Stäuble kennt die Gründe.

Formel-1-Podest in Baku
Legende: Platz an der Sonne Valtteri Bottas (r.) ist aktuell der einzige Herausforderer von Weltmeister Lewis Hamilton. Reuters

In Aserbaidschan nichts Neues. Auch der 4. Grand Prix des Jahres endete mit einem silbernen Doppelsieg. Diesmal mit dem besseren Ende für Valtteri Bottas, der in der Gesamtwertung mit dem 2. Saisonerfolg die Führung übernahm. Die Monotonie in der Formel 1 fand ihre Fortsetzung.

Legende: Video Mercedes-Doppelsieg in Baku abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.04.2019.

Spannung herrscht aktuell einzig im Zweikampf Lewis Hamilton gegen Valtteri Bottas. Der Finne, das lässt sich bereits nach 4 Rennen konstatieren, hat erhebliche Fortschritte gemacht. Im Vorjahr war er sieglos geblieben und ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Nun besticht er nicht nur durch fahrerisches Können, sondern auch durch mentale Stärke, die er sich den Winter über unter anderem mit Abstechern in den Rallye-Sport angeeignet haben soll.

Ich bin ein ganz anderer Fahrer.
Autor: Valtteri Bottas

«Ich bin ein ganz anderer Fahrer als in der letzten Saison», betonte Bottas nach seinem Sieg in Melbourne. SRF-Kommentator Michael Stäuble teilt diese Sicht: «Bottas hat gelernt, dass Formel 1 nicht einfach daraus besteht, Rennen zu fahren und Leistung zu bringen.» Der 29-Jährige sei «mental viel stärker, rücksichtsloser» geworden. Der Status bei Mercedes als Nummer 2 werde nicht mehr akzeptiert.

«Damit hat er Hamilton etwas erwischt», ist sich Stäuble sicher. «In Bahrain meinte Hamilton: ‹Für mich ist Bottas immer noch derselbe – ausser, dass er jetzt einen Bart hat.› Da hat sich der Brite schwer getäuscht.»

Der Wechsel zu Mercedes, oder: ein Kulturschock

Schon zu Kart-Zeiten ein Riesentalent, verdiente sich Bottas seine Sporen bei Williams ab. Mit Felipe Massa als Teamkollege traf er auf sein Pendant: einen ruhigen, bescheidenen, bodenständigen Fahrer.

Der Wechsel zu Mercedes sei «fast ein Kulturschock» gewesen, meint Stäuble. «Plötzlich sitzt er im besten Auto der Gegenwart. Und sein neuer Teamkollege ist Social-Media-affin, in allen Glamour-Blättern allgegenwärtig und nutzt die gesamte Klaviatur der psychologischen Tricks.»

Starke Gegenwart trotz unsicherer Zukunft

Die «Verwandlung» hilft Bottas zudem im Angesicht seiner unsicheren Zukunft bei den «Silberpfeilen». Dass ihm bei jeder Gelegenheit der Franzose Esteban Ocon als potenzieller Nachfolger in Erinnerung gerufen wird, empfindet er mittlerweile eher als Ansporn denn als Druck.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 28.4.2019, 13:40 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Danny Kinda  (Kinda)
    Mir macht sich eher den Eindruck Hamilton ist mental langsam satt. Klar will jeder gewinnen aber wenn du schon so viel gewonnen hast, macht sich auch eine gewisse gesättigkeit bemerkbar. Wäre jedenfu niz der erste. Trotzdem denke ich das Hamilton unter normalen Umständen wieder Weltmeister wird.
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  • Kommentar von Suat Ulusoy  (SuatU)
    Die Ergebnisse wiederspiegeln nicht die derzeitigen Stärkeverhältnisse. Zwischen Ferrari und Mercedes ist es eng, Vorteile je nach Strecke und Bedingungen. In Bahrain war Ferrari gar klar schneller: Leclerc im Pech, Vettel hat gepatzt (wie auch letztes Jahr öfters in aussichtsreichen Situationen). Und in Baku wäre Leclerc wohl der Mann für die Pole gewesen, wenn er in Q2 nicht gecrasht wäre. Zudem ist auch Red Bull nicht weit weg.
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  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Blabla... in diesem Auto könnte so ziemlich jeder Fahrer des F1 Feldes momentan gewinnen.
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    1. Antwort von Hans Jackob  (Chopfchratzer)
      Blabla... es gibt immernoch jeweils zwei Autos pro Team, aber es kann nur einer Weltmeister werden, ausser die haben am Schluss dann plötzlich beide gleich viele Punkte. Und wie sich Bottas gegen Hamilton, im letzten Rennen durchgesetzt hat, War fahrerisches Können vom feinsten. Und das sage ich als Ferrari Fan, der lieber die Roten an der Spitze sehen will.
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    2. Antwort von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
      Na Chopfchratzer was war denn da so toll, er ist mit seiner Pole an der Spitze geblieben und das war es dann...
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    3. Antwort von tom martini  (tomline)
      100% richtig Hr. Konrad Pfister, im besten Auto kommt es nur noch auf den Start an. Bist du vorne, gewinnst du, ausser du machst einen Katastophen Fehler, überholen ist nicht mit einem ähnlich guten Fahrzeug. Es müsste schon mindestens 1/2 eher sogar 1 Sekunde schneller sein. Daher wenn Botas vorne ist gewinnt er, dasselbe mit Hamilton. Super spannend, da kann ich nach dem Start abschalten und besseres tun.
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