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Rückblick auf 2 Wochen Ski-WM
Aus Sportsendungen vom 17.02.2019.
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Das A bis Z zur Ski-WM in Are Vom Anreisechaos bis zum hinfälligen Zwiebelprinzip

Die 45. alpine Ski-WM in Are in 26 Kapiteln kompakt zusammengefasst – für jeden Buchstaben unseres Alphabets gibts eine Erkenntnis.

  • A wie Anreise: Für das Gros der männlichen Speed-Fahrer eine äusserst chaotische, energieraubende Angelegenheit. Heftige Schneefälle im unmittelbaren Vorfeld der Titelkämpfe legen den Flugbetrieb teils lahm.
  • B wie Bilanz: Mit dem Total von 4 Medaillen (2/1/1) fällt sie für die Schweiz durchzogen aus. Dank 2 Titeln führt man zwar das Nationenranking an. Trotzdem wäre mehr drin gelegen, primär bei den Männern.
  • C wie Cortina d'Ampezzo: In Norditalien findet vom 9. bis 21. Februar 2021 das Wiedersehen an alpinen Ski-Weltmeisterschaften statt.
  • D wie Dosenöffner: Für Corinne Suter ist es der WM-Super-G. Noch nie stand die Schwyzerin auf einem Weltcup-Podest. Im Auftakt-Speedrennen verblüfft sie mit Bronze und doppelt mit Abfahrts-Silber nach.
  • E wie ex aequo: Einen geteilten Medaillengewinn gibt's im Super-G, für Vincent Kriechmayr (Ö) und Johan Clarey (Fr) an Position 2. Im gleichen Rennen belegt ein Trio den 8. Rang. Auch dies selten: Wendy Holdener und Ricarda Haaser (Ö) stellen in beiden (!) «Riesen»-Läufen die identische Zeit auf.
  • F wie Feuz Beat vs. FIS: Der Emmentaler wird in der Königsdisziplin als Titelhalter entthront. Hinterher macht er der zweifelhaften Bedingungen wegen seinem Ärger Luft und entfacht eine Polemik.

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Feuz: «Verhältnisse waren nicht WM-würdig»
Aus sportlive vom 09.02.2019.
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  • G wie Grand Stand: Die Haupttribüne im Zielbereich bietet 3000 Zuschauern Platz. Selten wird es dort aber richtig eng, was die bis zum grossen Finale vorwiegend gedämpfte Stimmung an dieser WM erklärt.
  • H wie Hej, hej: Ein simples «Hallo» – oftmals gehört, oftmals erwidert.
  • I wie Irritation: Für eine solche sorgt FIS-Boss Gian Franco Kasper (75) für seine unbedarften Aussagen über Diktaturen und den Klimawandel.
  • J wie Jota: Wirklich nur ein Deut macht im Frauen-Super-G die Differenz aus. Die Top 4 trennen 7 Hundertstel. So schrammt die drittklassierte Corinne Suter um 0,05 Sekunden am Titel vorbei, hat aber auch bloss 2 Hundertstel Vorsprung auf Platz 4.

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Dramatischer Hundertstel-Krimi im Frauen-Super-G
Aus Sport-Clip vom 05.02.2019.
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  • K wie Kehrtwende: Eine um 180 Grad macht das Wetter in der 2. WM-Woche. Von der sibirischen Kälte werden wir in den Vor-Frühling katapultiert. Es regnet und taut.
  • L wie Lungenentzündung: Dramatisch formuliert und wohl eher als leichte Infektion der Atemwege zu verstehen. Dennoch hindern diese Symptome Mikaela Shiffrin nicht am 4. WM-Slalom-Gold in Serie.
  • M wie Majestät: Auch sie ist an mehreren Tagen auf Besuch – vertreten durch das schwedische Königspaar Carl Gustaf und Silvia und begleitet von einem Blitzlichtgewitter.

Anna Swenn-Larsson lächelt neben dem Königspaar mit dem Silber um den Hals in die Kameras.
Legende: Posieren mit dem Königspaar Anna Swenn-Larsson, die einzige einheimische Medaillengewinnerin. Imago
  • N wie Nuller: Einen solchen setzt es für Österreichs Frauen ab, zum 2. Mal in der WM-Geschichte und erstmals seit 37 Jahren.
  • O wie Osttimor: Auch der Staat in Südostasien taucht im 76 Länder starken Nationen-Potpourri mit Starterlaubnis an dieser WM auf. Sein Repräsentant, Yohan Goncalves Goutt (24), schafft es auf der Piste etwas abseits in Duved als 92. von 108 Teilnehmern in der Riesenslalom-Qualifikation allerdings nicht auf die grosse Bühne.
  • P wie Parallel-Format: Es wird an der nächsten WM eingeführt, ausgetragen entweder auf einem Slalom- oder Riesenslalom-Kurs. Somit wird 2021 die Anzahl an Bewerben auf 13 aufgestockt.
  • Q wie Queen: Als unbestritten «Gekrönte» verlässt Mikaela Shiffrin den 1400-Seelen-Ort Are. Die erst 23-jährige US-Amerikanerin ergattert aus 3 Starts 2 Mal Gold (Super-G und Slalom) sowie Riesenslalom-Bronze.

  • R wie Ruhestand: Bevor die Legenden Aksel Svindal (36) und Lindsey Vonn (34) sich als Skiprofis in diesen begeben, sorgen sie für ein Schlussbouquet erster Güte. In den beidseits finalen Karriere-Rennen laufen ihre geschundenen Körper nochmals auf Hochtouren: Silber bzw. Bronze in der Abfahrt sind der Lohn für ein letztes Aufbäumen.
  • S wie Schweden: Der zuvorkommende, gemessen an der Begeisterung lange allzu zurückhaltende Gastgeber. Das Slalom-Silber-Märchen von Anna Swenn-Larsson im vorletzten Rennen löst die Blockade.
  • T wie Tränen: Ganz viele davon verdrückt Corinne Suter aus Freude (siehe D) und zum Schluss Wendy Holdener aus Frust (siehe X).

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Suter erhält WM-Bronze – und wieder laufen die Tränen
Aus sportlive vom 05.02.2019.
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  • U wie Unruhe: Carlo Janka (35. in der Abfahrt und 18. in der Kombination) bringt sie rein. Der WM-«Evergreen» mit 6 Teilnahmen beanstandet die angeblich flaue Stimmung in der Männer-Speed-Equipe öffentlich.

  • V wie verkürzt: Solche Rennen gibt es reihenweise, weil entweder der Wind oder Nebel lästige Störfaktoren sind.
  • W wie Weltmeister: Siebenfacher ist Marcel Hirscher mittlerweile (inkl. 2 Titeln mit dem Team). Mit seinem Schluss-Feuerwerk im Slalom schliesst der Salzburger zum vor 10 Jahren verstorbenen Landsmann Toni Sailer auf, dem erfolgreichsten WM-Athleten der Geschichte.
  • X wie XI: Die römische Ziffer für 11 – an dieser Stange rutscht Wendy Holdener, der Halbzeit-Leaderin im Slalom, im 2. Lauf der Aussenski weg. Es bleibt für die 25-Jährige bei Doppel-Gold in der Kombination und mit dem Team.

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Hier setzte Wendy Holdener ihre Ambitionen in den Schnee
Aus sportlive vom 16.02.2019.
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  • Y wie Youngster: Diese Rolle füllt aus Schweizer Sicht Marco Odermatt (21) vorbildlich aus. Als 12. (Super-G) und 10. (Riesenslalom) gibt der 6-fache Junioren-Weltmeister ein Versprechen für die Zukunft ab.
  • Z wie Zwiebelprinzip: Nur wer sich in der ersten WM-Phase nach dem bewährten Schicht-Prinzip kleidet, vermag die Temperaturen von bis zu -25 Grad Celsius auszuhalten. In den letzten Tagen wird dieses Motto hinfällig (siehe K).

Sendebezug: SRF zwei, «WM Highlights», 17.02.2019 18:20 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Stephan Kunz  (Kust)
    Ich würde eine Kehrtwende bezüglich Programm begrüssen. Die technischen Disziplinen in der ersten und die schnellen in der zweiten Woche. Ausweichsdaten für Schlechtwettertage einplanen, um so langweilig und verkürzte Rennen wie bei dieser WM, zu umgehen.
    1. Antwort von Rolf Wysshaar  (Seeländer)
      Falsch. Genau deswegen sind ja die Speeddisziplinen am Anfang, um verschieben zu können. Scheinbar haben das aber ein paar Trottel bei der FIS selber nicht geschnallt!
    2. Antwort von Nico Siegfreed  (Poitch)
      Ja zu alledem. WM muss wieder 3 Wochen dauern
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    WM und Olympiaden sollten nicht mit Politischen Hintergründe vergeben werden. Das führt dazu dass, vielfach Winterspiele an Orte vergeben werden die für Ihre unstabielen Wetterlagen bekannt sind.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Diese WM 2019 in Schweden wird "Weih nachhallen" mit diesen unfairen und schlechtpräparierten"Pisten!