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Auslaufmodell Gletscher-Training: Umdenken ist gefragt
Aus Sport-Clip vom 10.07.2022.
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Alternativen sind gesucht Sind Gletscher-Trainings bald Geschichte?

Die schmelzenden Gletscher stellen die Ski-Trainer vor Probleme. Das klassische Sommertraining ist kaum mehr möglich.

Über 1000 Athletinnen und Athleten tummeln sich normalerweise ab Mitte Juli auf dem Allalingletscher oberhalb von Saas-Fee. In diesem Jahr werden es deutlich weniger sein, denn das Sommerskigebiet wird nur zur Hälfte geöffnet.

Die warmen Temperaturen im Mai und Juni – laut Schätzungen von Glaziologen sind rund 3000 Tonnen Schnee geschmolzen – machen den Betreibern zu schaffen. Das klassische Sommertraining der Ski-Cracks ist so nicht mehr möglich. Die Verantwortlichen suchen nach Alternativen.

Trocken-Trainingsgerät als Alternative

Mit einem mobilen Trocken-Trainingsgerät versucht der Walliser Skiverband, die wegfallenden Gletschertrainings zu kompensieren. Die Nachwuchsfahrerinnen- und fahrer können damit auch in den Sommermonaten an der Technik feilen. Cheftrainer und SRF-Experte Didier Plaschy sagt dazu: «Warum nicht hier in drei Monaten die technische Grundausbildung machen? In 20 Minuten macht man 800 Schwünge, das ist wie einen Tag lang Skifahren.»

Neben dem neuen Trainingsgerät wird aber auch polysportiver trainiert. Schwimmen, Biken, Krafttraining und sogar Biathlon oder Skispringen: alles Sportarten, die im Wallis auf dem Trainingsplan stehen.

Wintersaison soll verlängert werden

Eine generelle Überarbeitung des Trainingsprogramms im Nachwuchsbereich schlägt der langjährige Ski-Trainer Osi Inglin vor. Die Wintersaison soll verlängert werden, dafür wird das Konditionstraining in die Sommermonate verlegt. Ein Programm, wie es beispielsweise in Norwegen bereits praktiziert wird.

Inglin, der das nationale Leistungszentrum Mitte leitet, hat im Frühling mit seinem Kader den Versuch gewagt. Das führte jedoch auch zu Problemen: «Es war leider nicht für alle möglich mitzumachen, da auch noch schulische Abschlussprüfungen im Raum standen. Die Lehrmeister wollten ihre Lehrlinge im Betrieb haben.»

Trotzdem will Inglin den veränderten Trainingsplan auch in Zukunft stärker forcieren. Denn Alternativen zum Gletschertraining sind, vor allem im Nachwuchsbereich, dringend notwendig.

SRF zwei, Sportpanorama, 10.7.2022, 18:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Herbert Menzi  (hmenzi)
    Wie wäre es, mit dem Schwachsinn, im Sommer Ski zu fahren, im Winter Fussball zu spielen, etc. aufzuhören und Sport jahreszeitgerecht auszuüben... sofern man im Profi(t) - Bereich überhaupt noch von Sport reden kann. Vielleicht könnte der eine oder andere Akteur so die Zeit nutzen, mal etwas Vernünftiges, für die Gesellschaft Nützliches zu tun.
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Interessant. Tatsache ist aber, dass die meisten Profisportler/Innen gesellschaftlich und sozial sehr viel engagierter sind, als die meisten Politiker/Innen und Beamten, obwohl das eigentlich deren Hauptaufgabe wäre für welche sie - im Gegensatz zu Sportler/Innen auch noch von der öffentlichen Hand - bezahlt werden. Aber wen interessieren schon "Fakten" wenn's kräftig was "abzulästern" gibt, oder Herr Menzi....;-))
    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Über den Begriff der "Vernunft", resp. dessen Bedeutung hat die Gesellschat schon immer rege diskutiert ;-)
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Wie wär's mit "Kunstgletscher"?.....;-))
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Ich bleibe dabei, Skifahren ist Schnee von gestern und ein Auslaufmodell. Durch den Klimawandel sind unsere Wälder, die Nahrungssicherheit und noch viel mehr in akuter Gefahr, da wird kaum jemand dem Skifahren nachtrauern.
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Dass alles und jedes was man persönlich nicht mag, heutzutage durch populistische Schlagwörter und Panikmache "verdammt" werden kann, ist natürlich praktisch....;-))
    2. Antwort von Michael Studer  (Mi_St)
      Leider schwingt im Kommentar von Balli neben der "populistischen Keule" auch viel empirische Evidenz. Jeder, der häufiger in den Bergen unterwegs ist, wird in den Wandel erklären. Wenn das zu weit weg ist, können Sie sonst auch bei den Weinbauern nachfragen, Herr Waeber. Auch dort wäre es vermessen, den Sorgen "Populismus" unterzuschieben. ;-))
    3. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Also ich hatte diesen Winter eine ziemlich erfolgreiche Saison mit Skitouren hinter mir! Von Pulver traumhaft bis Sulz vom feinsten. Halt nicht bis Ende Mai wie sonst.
      Dem würde ich schon nachtrauern - allerdings! Mehr zu Denken gibt mir die schiere Anzahl der Leute die sich generell auf unserem Planeten tummeln und mindestens von europäischem Lebensstandart träumen.