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Gisin über seinen Zustand: «Jammern auf hohem Niveau»
Aus Sport-Clip vom 26.01.2020.
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Aufgabe ist keine Option Marc Gisin: «Ich will dem Körper Zeit geben»

Als Gast im «sportpanorama» sprach Marc Gisin über sein Schicksal. Sein Problem auf dem Weg zurück: «Der Körper führt noch nicht aus.»

«In einem normalen Job hätte ich schon im letzten Februar wieder einsteigen können.» So die Einschätzung von Marc Gisin, der einmal mehr eine heftige Leidenszeit hinter sich hat.

Das Problem: Der 31-Jährige ist nicht in einem gängigen Business tätig. Stattdessen machte er als Rennfahrer auf höchster Wettkampfstufe Karriere.

Gisins Schicksal in den letzten Saisons

  • Januar 2015: Die Hausbergkante auf der Streif in Kitzbühel wirft Gisin ab. Er erleidet ein Schädel-Hirntrauma mit Spätfolgen.
  • Dezember 2018: Bei einem Horrorsturz auf den Kamelbuckeln in Gröden zieht sich der Engelberger 28 (!) Brüche am Oberkörper zu. Rippen, Wirbelsäule und Lunge werden beschädigt. Er wird in ein künstliches Koma versetzt.
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Die Leidensgeschichte von Marc Gisin
Aus sportpanorama vom 26.01.2020.
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Für die Ausübung dieses Jobs reichen Gisins überraschend schnelle Genesungsfortschritte auch 13 Monate nach dem jüngsten Rückschlag eben noch nicht ganz. Dies musste der Athlet vor 10 Tagen am Lauberhorn einsehen – und brach deshalb seine Comeback-Saison ab. Mit bloss 5 Abfahrtstrainings im Weltcup in den Beinen.

Auf Zeit spielen

Das Unterbewusstsein bremst Gisin zu sehr. Es fehlt das Vertrauen. Dies wiederum ist nur eine Problemverlagerung. So erzählt der Obwaldner bei seinem Besuch im «sportpanorama»: «Mein Körper ist nicht bereit, er führt die Bewegungen noch nicht wie gewünscht aus. Das letzte Prozent der Feinmotorik fehlt.»

Gisin betonte nochmals, dass er sich eigentlich gut fühle und auf hohem Niveau jammere. Er, der zwei 5. Ränge ausgerechnet in der schwierigen Abfahrt von Kitzbühel 2016 und 2018 als Bestergebnis zu Buche stehen hat, will aber nicht aufgeben. Ein Rücktritt sei derzeit keine Option, er wolle dem Körper Zeit geben.

Einfach Schritt für Schritt vorwärts machen.
Autor: Marc GisinsVision
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Gisin über seine sportliche Zukunft: «Schritt für Schritt wieder aufbauen»
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Gisin nimmt sich ab März einen sauberen, akribischen Aufbau mit reichlich Basisübungen vor. Auch einfache Riesenslalom-Trainings will er einbauen. Elementar sind ebenso zahlreiche Fahrten, um den Körper neu programmieren zu können. «Einfach Schritt für Schritt vorwärts machen», nennt er es. Und in ferner Zukunft möchte er gerne wieder ready sein für seinen Beruf, seine Leidenschaft.

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Gisin und Experten über die Häufung von Kreuzbandrissen im Skisport
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Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 26.01.2020 18:30 Uhr

bud

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