Weder vom britischen, noch vom schwedischen Skiverband war FIS-Präsident Johan Eliasch zur Wiederwahl vorgeschlagen worden. Um seine Position zu sichern, liess sich der 64-Jährige kurzerhand von Georgien einbürgern, um von diesem Verband zur Wahl vorgeschlagen zu werden.
Der Schachzug des Präsidenten kommt bei Swiss-Ski gar nicht gut an. «Johan Eliasch ist für uns nicht wählbar. Wir wollen keinen Präsidenten, der sich irgendwo auf der Welt eine Staatsbürgerschaft sucht, nur um im Amt zu bleiben», stellt CEO Diego Züger unmissverständlich klar. Dass sowohl der britische, als auch der schwedische Verband Eliasch nicht nominiert hätten, spreche für sich.
Die fünfjährige Amtszeit von Eliasch sei für die FIS ein finanzielles Debakel gewesen. «Die FIS ist in einem besorgniserregenden Zustand. 80-100 Millionen des Vermögens wurden in den letzten Jahren mehr oder weniger konzeptlos verbraucht. Jetzt gilt es, die Handbremse zu ziehen.»
Für die Wahl beim FIS-Kongress am 11. Juni werde Swiss-Ski sich mit weiteren Verbänden auf einen anderen Kandidaten einigen.