Im Dezember des Vorjahres liess Adrien Théaux noch einmal aufhorchen. Mit 41 Jahren preschte er in Gröden auf Rang 9 vor. Nur Johan Clarey und Patrik Järbyn waren älter gewesen, als sie in einer Abfahrt Top-10-Positionen herausfuhren.
Das grosse Aufbäumen des Altmeisters? Nicht ganz. Weitere Erfolgsmeldungen blieben aus, vor wenigen Tagen gab Théaux sein Karriereende bekannt. Die Courchevel-Abfahrt am Freitag soll den Abschluss einer beachtlichen Karriere bilden. Er freue sich nach 22 Jahren auf einen «grossartigen, intensiven, festlichen Moment voller Emotionen», schrieb der Franzose.
Théaux debütierte im Februar 2004 im Weltcup, damals noch als Riesenslalom-Fahrer. Bis Ende Februar dieses Jahres kamen 333 weitere Rennen auf höchster Stufe hinzu. In Frankreich übertrifft den 3-fachen Weltcupsieger in dieser Hinsicht einzig Alexis Pinturault (355).
Zu Glanzzeiten gehörte Théaux in jedem Speedrennen zu den Mitfavoriten. Die grossen Erfolge blieben – auch wegen Verletzungen – meist aber aus. Highlight war der Gewinn von WM-Bronze 2015 in Vail/Beaver Creek.