Das Podest
- 1. Laura Pirovano (ITA) 1:20,91 Minuten
- 2. Cornelia Hütter (AUT) +0,01 Sekunden
- 3. Corinne Suter (SUI) +0,05
Was war das erneut für ein Hundertstelkrimi im Val di Fassa! Laura Pirovano doppelte am Tag nach ihrem ersten Weltcupsieg überhaupt nach und gewann auch die 2. Abfahrt bei ihrem Heimrennen. Das Unglaubliche: Wie schon am Freitag betrug der Vorsprung der Italienerin im Ziel nur eine mickrige Hundertstelsekunde. Diesmal war die Leidtragende nicht Emma Aicher, sondern Cornelia Hütter.
Aber auch eine Schweizerin mischte ganz vorne mit: Corinne Suter verpasste den Sieg ebenfalls nur hauchdünn, 5 Hundertstel fehlten ihr am Ende zum 2. Saisonerfolg. Dennoch bestätigte die Schwyzerin ihre aktuelle Top-Form. Nach ihrer sensationellen Kampagne in Soldeu (Abfahrtssieg, 3. und 4. im Super-G) und dem 8. Platz in der 1. Abfahrt in Italien durfte die 31-Jährige erneut vom Treppchen jubeln.
Die drei Athletinnen auf dem Podest fuhren an diesem Samstag in einer eigenen Liga. Während es ganz vorne eng zu und her ging, distanzierte das Trio die viertplatzierte Breezy Johnson um über sechs Zehntel.
Aicher enttäuscht – Pirovano übernimmt Führung in der Abfahrtswertung
Im Gegensatz zu ihrem 2. Rang am Freitag dürfte Aicher nach dem 2. Rennen nicht zufrieden sein. Die Deutsche verpasste es nach einem Fehler im Schlussteil mit Rang 12, in Abwesenheit von Lindsey Vonn die Führung des Abfahrtsweltcups zu übernehmen. Den Patzer Aichers nahm Pirovano dankend an. Dank ihres zweiten Streichs innert 24 Stunden geht die 28-jährige Italienerin beim Weltcupfinale in Lillehammer mit dem roten Trikot in die letzte Abfahrt der Saison. Der Vorsprung auf Aicher beträgt 28 Punkte.
Die weiteren Schweizerinnen
- 12. Jasmine Flury +1,06 Sekunden
- 18. Stefanie Grob +1,31
- 24. Malorie Blanc +1,62
- 26. Janine Schmitt +1,91
- 34. Jasmina Suter +2,40
- 35. Delia Durrer +2,43
- 38. Daria Zurlinden +2,80
- 40. Jasmin Mathis +2,98
Kurz vor dem Ziel kam es für Jasmine Flury zu einer Schrecksekunde. Doch die Weltmeisterin von 2023 konnte sich nach einem Sprung gerade noch im Rennen halten und fuhr am Ende mit dem 12. Platz ihr zweitbestes Saisonergebnis ein – zeitgleich mit Aicher. Es waren wichtige 22 Punkte, welche die Bündnerin holte. Sie festigte somit den 25. Rang und die Teilnahme am Weltcupfinale, wo die 25 besten Abfahrerinnen des Winters starten dürfen.
Als drittbeste Schweizerin reihte sich Stefanie Grob mit einer starken Fahrt mit Startnummer 34 auf den 18. Schlussrang ein – sie übertraf damit ihr bisheriges Bestergebnis im Weltcup. Den restlichen Fahrerinnen gelang kein Exploit, sie alle landeten ausserhalb der Top 20. Neben Flury und Suter sind auch Malorie Blanc und Janine Schmitt in der letzten Abfahrt in Lillehammer (NOR) mit von der Partie.
So geht's weiter
Der Super-G am Sonntag beendet das Speed-Wochenende im Val di Fassa (ab 10:40 Uhr live auf SRF zwei). Dann geht es nach Skandinavien: erst nach Are, anschliessend zum Saisonfinale in Lillehammer.