Das Podest
- 1. Lindsey Vonn (USA) 1:06,24 Minuten
- 2. Kajsa Vickhoff Lie (NOR) +0,37 Sekunden
- 3. Jacqueline Wiles (USA) +0,48
Zwischendurch war die Abfahrt in Zauchensee in der Schwebe gehangen, der Schneefall war stark gewesen, die Sicht beschränkt. Am Samstagmorgen gab es dann grünes Licht: Bei der Gamskogelhütte, dem tiefstmöglichen Startort, würde der Start sein. Diese Unwägbarkeiten liessen Lindsey Vonn völlig kalt. Die US-Amerikanerin legte mit der Startnummer 6 einen bärenstarken Lauf in den Schnee hin, dem keine Konkurrentin gewachsen war.
Der Sieg in Zauchensee war ihr 84. Weltcupsieg der Karriere, der 2. in diesem Winter. Bei allen 4 Abfahrten in dieser Saison schaffte sie es aufs Podest. Neben ihr fuhren Kajsa Vickhoff Lie (NOR) und Landsfrau Jacqueline Wiles aufs Treppchen. Lie war bei Rennhälfte noch in Führung gelegen, verlor aber im dritten und vierten Abschnitt Zeit auf Vonn. Wiles, die den ersten Abschnitt schneller als Vonn absolviert hatte, fuhr erstmals seit 2 Jahren wieder auf ein Weltcup-Podest.
Die Schweizerinnen
- 5. Janine Schmitt +0,65 Sekunden
- 13. Malorie Blanc +0,81
- 22. Corinne Suter +1,10
- 31. Delia Durrer +1,52
- 34. Joana Hählen +1,54
- 36. Jasmine Flury +1,57
- 40. Priska Ming-Nufer +1,71
- 41. Stefanie Grob +1,90
- 44. Jasmina Suter +2,13
Ein 17. Platz in Garmisch-Partenkirchen war Janine Schmitts bestes Ergebnis im Weltcup bisher gewesen. Bis zur Abfahrt in Zauchensee: Mit der Startnummer 24 ging sie an den Start, um für die Überraschung des Rennens zu sorgen. Nur 0,65 Sekunden verlor sie auf Siegerin Vonn, was Rang 5 bedeutete, ihr mit Abstand bestes Karriereergebnis. Damit ist sie eine von zwei Schweizerinnen, die in der Abfahrt die Olympialimite erfüllt hat. Die andere ist Malorie Blanc, die als 13. in Zauchensee zum 2. Mal in diesem Winter unter die Top 15 fuhr.
Zauchensee wird für immer eine spezielle Bedeutung haben für Corinne Suter. Hier hatte sie vor 6 Jahren erstmals ein Weltcuprennen gewonnen. Heuer absolvierte sie nach überstandenen Verletzungen ihr erstes Rennen in dieser Saison. Mit der undankbaren Startnummer 1 feierte sie ein gelungenes Comeback, im 2. Abschnitt fuhr sie sogar die Bestzeit. Am Ende stand der 22. Platz zu Buche.
Debakel für Gastgeberinnen
Österreich erlebte eine Heim-Abfahrt zum Vergessen. Die beste von 11 gestarteten Österreicherinnen war Cornelia Hütter, sie klassierte sich aber nur auf dem 20. Rang, mit 1,01 Sekunden Rückstand auf Vonn. Neben dem schlechten sportlichen Abschneiden kam auch noch eine Hiobsbotschaft hinzu: Magdalena Egger stürzte und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Sie zog sich eine komplexe Knieverletzung zu und wird den Rest der Saison ausfallen.
So geht es weiter
Bereits am Sonntag steht das nächste Speed-Rennen auf dem Programm. Die Wetterbedingungen sind weiterhin ein Unsicherheitsfaktor, gemäss Prognosen soll der Schneefall aber nachlassen. Den Super-G in Zauchensee können Sie ab 11:45 Uhr auf SRF zwei verfolgen, Start ist um 12:00 Uhr. Danach geht es für die Speedfahrerinnen weiter nach Tarvisio (ITA), wo am kommenden Wochenende je eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm stehen.