Zum Inhalt springen

Header

Video
Gisin: «Das ist total crazy!»
Aus Sport-Clip vom 29.12.2020.
abspielen
Inhalt

Gisins Sieg in Semmering Oben angekommen, da wo einst alles begann

Mit ihrem Slalomsieg hat Michelle Gisin nicht nur Schweizer Skigeschichte, sondern auch ein ganz persönliches Märchen geschrieben.

«Das Märchen vom Zauberberg» – Michelle Gisin hat es geschrieben. 19 Jahre nach dem letzten Slalomtriumph steht mit der Engelbergerin wieder eine Schweizerin ganz zuoberst auf dem Podest. Dass Gisin ausgerechnet in Semmering ihren ersten Weltcupsieg bejubeln kann, hat in der Tat etwas Märchenhaftes.

Auf den Tag genau vor 8 Jahren, am 29. Dezember 2012, hatte sie im österreichischen Kurort ihr Weltcup-Debüt gegeben – und ihr Potential angedeutet. Mit Startnummer 44 qualifizierte sie sich bei ihrer Premiere locker für den 2. Lauf, schied dort dann aber aus.

Video
Archiv: Gisin bei ihrem Weltcup-Debüt 2012
Aus Sport-Clip vom 29.12.2012.
abspielen

«Dass ich genau hier meinen ersten Sieg hole, ist einfach unglaublich. Und dann auch noch im Slalom», so die Allrounderin, die ihre ersten Podestplätze im Weltcup in der Kombi respektive den Speed-Disziplinen eingefahren hatte.

Das Ende der Shiffrin-Vlhova-Serie

Gisin hat mit ihrem Coup in Österreich nicht nur eine lange Schweizer Durststrecke beendet. Erstmals seit Januar 2017 stand am Ende eines Slaloms nicht Mikaela Shiffrin oder Petra Vlhova ganz zuoberst. In den letzten 28 Weltcup-Slaloms war der Sieg jeweils an die US-Amerikanerin oder die Slowakin gegangen.

Ich habe zu ihr gesagt: ‹Ich versuche es schon so lange und bei dir sieht das so locker aus.›
Autor: Wendy Holdenerzum Slalomsieg von Michelle Gisin

In den vergangenen zwei Jahren war es aus Schweizer Sicht vor allem Wendy Holdener gewesen, die am Stuhl der beiden Dominatorinnen gerüttelt hatte. 24 Mal stand die Schwyzerin bereits auf einem Slalom-Podest. Nur mit einem Sieg hat es bisher nicht geklappt.

Diese Tatsache schmälerte Holdeners Freude für ihre Teamkollegin nicht, im Gegenteil. «Ich habe zu ihr gesagt: ‹Ich versuche es schon so lange und bei dir sieht das so locker aus›», so die Schwyzerin, welche die «sackstarke Fahrt» von Gisin herausstrich.

Video
Holdener: «Hut ab vor Michelle Gisin»
Aus Sport-Clip vom 29.12.2020.
abspielen

Mit den Rängen 4 und 2 in Levi hatte Gisin in diesem Winter ihre starke Slalom-Form bereits angedeutet. Dass die Zeit für den ganz grossen Wurf bereits im 3. Rennen der Saison reif sein würde, machte auch die Kombi-Olympiasiegerin von Pyeongchang sprachlos. Gleichzeitig hob sie die Leistung des ganzen Teams, insbesondere diejenige von Holdener, hervor.

«Heute bin ich es, aber Wendy hat alles, was es braucht, um auch bald ganz zuoberst zu stehen», so Gisin. Und auch ihre derzeit verletzten Teamkolleginnen vergass die Engelbergerin im Moment des grossen Triumphs nicht. «Kämpfen lohnt sich, es kann auf einmal alles kommen.»

SRF zwei, sportlive, 29.12.2020, 18:30 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jean-Claude Carroz  (Jecmen)
    Der Teamgeist ist durchwegs genial. ob bei den Frauen oder Herren. Da gibt es keine Paul Accola's und Peter Müller's mehr
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Maurice Pedergnana  (MP-Views)
    Ich freue mich für Michelle Gisin fürs ganze Team, auch jene in der Reha (gute Besserung!) und den Staff. Einem solchen herausragenden Erfolg geht stets - und das sollten wir nie vergessen - jahrelanges, diszipliniertes Trainieren, Analysieren & Ausprobieren voraus. Und Wendy Holdener: Kopf hoch - du schaffst es auch noch aufs Siegerpodest!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen