Das Podest
- 1. Corinne Suter (SUI) 1:31,62 Minuten
- 2. Nina Ortlieb (AUT) +0,11 Sekunden
- 3. Sofia Goggia (ITA) +0,24
Obwohl Corinne Suter mit der tiefen Startnummer 4 ins Rennen gegangen war, konnte man bei ihrer Zieldurchfahrt erahnen, dass der Schwyzerin eine vorzügliche Fahrt gelungen war. Denn sie setzte sich vor Trainings-Dominatorin Nina Ortlieb an die Spitze. Elf Hundertstel nahm Suter der Österreicherin ab.
Als später auch die Fahrerinnen der Top-Gruppe hinter Suter zurückblieben, wurde aus der Schweizer Hoffnung langsam Gewissheit: Suters starke Fahrt würde zum Sieg reichen. Für die 31-Jährige, die aufgrund eines Anfang Dezember in St. Moritz erlittenen Muskelfaserrisses erst Mitte Januar in die Saison startete, ist es der 6. Triumph im Weltcup (der 4. in der Abfahrt).
Hinter Suter kam auch niemand mehr an die Marke von Ortlieb heran, welche ihre guten Trainingsleistungen bestätigte. Auf Rang 3 kam Sofia Goggia aus Italien.
Das lange Warten hat ein Ende
Suters Sieg kommt ziemlich aus dem Nichts. Bei den Olympia-Speedrennen hatten die Schweizerinnen durchs Band enttäuscht. Doch Suter unterstrich am Donnerstag mit Rang 2 im Abschlusstraining ihre aufsteigende Form.
Vor dem Rennen in Soldeu hatte Swiss-Ski in diesem Winter gerade einmal eine Top-10-Klassierung in der Frauen-Abfahrt vorzuweisen (Janine Schmitt als 5. in Zauchensee). Den letzten Abfahrts-Podestplatz gab es vor elf Monaten in Garmisch (Suter; 3.), der letzte Sieg liegt gar zwei Jahre zurück (Lara Gut-Behrami in Crans-Montana). Noch länger ist Suters Durststrecke: Letztmals stand sie vor vier Jahren in Garmisch zuoberst auf dem Weltcup-Podest.
Die weiteren Schweizerinnen
- 17. Malorie Blanc +1,95
- 23. Jasmin Mathis +2,29
- 25. Priska Ming-Nufer +2,34
- 29. Joana Hählen +2,82
- 30. Delia Durrer +2,87
- 45. Daria Zurlinden +4,29
- DNF: Janine Schmitt
- DNS: Jasmina Suter
Malorie Blanc kommt in der Abfahrt weiter nicht auf Touren. Unmittelbar nach Suter gestartet, gelang der Super-G-Siegerin von Crans-Montana eine nicht annähernd so gute Fahrt. Fast zwei Sekunden büsste sie auf ihre Teamkollegin ein. So bleibt der 13. Platz in Zauchensee Blancs bestes Ergebnis in dieser Disziplin.
Noch schlechter lief es in Soldeu Schmitt. Nach rund 75 Fahrsekunden wurde die 25-Jährige ausgehebelt und schied aus. Schmitt blieb bei ihrem Sturz unverletzt und konnte selbstständig ins Ziel fahren.
Dafür gab es eine Erfolgsmeldung von einem neuen Namen im Weltcup. Jasmin Mathis überzeugte bei ihrem 1. Weltcupstart mit Nummer 40 voll und ganz und erfüllte sich als 23. den Wunsch nach den ersten Punkten. Im 4. Sektor fuhr die 21-jährige Nidwaldnerin gar schneller als Tagessiegerin Suter.
So geht es weiter
In Soldeu stehen zwei weitere Speedrennen auf dem Programm. Am Samstag und am Sonntag wird jeweils ein Super-G gefahren.