Zum Inhalt springen

Header

Audio
Vlhovas «schönster Tag» in Flachau
abspielen. Laufzeit 02:34 Minuten.
Inhalt

Nach Vlhova-Sieg in Flachau «Die ewige Zweite» als Vorbild für Holdener?

Petra Vlhova hat in Salzburg eindrücklich bewiesen, dass auch Slalom-Überfliegerin Mikaela Shiffrin zu schlagen ist.

Die bisherigen Slalom-Rennen in dieser Saison verliefen alle nach dem gleichen Muster: Fuhr Mikaela Shiffrin im 1. Lauf Bestzeit, stand die Amerikanerin auch nach dem 2. Durchgang ganz zuoberst. Fünf Mal tat sie dies in diesem Winter – am Dienstagabend aber riss die Siegesserie der 52-fachen Weltcupsiegerin.

Mit Petra Vlhova stand ihr diejenige Athletin vor der Sonne, die Shiffrin in diesem Winter bisher am meisten zu fordern vermochte:

  • Bei sämtlichen 5 Slalom-Siegen von Shiffrin wurde die Slowakin Zweite.
  • Betrug Vlhovas Rückstand auf die Dominatorin zum Saisonbeginn in Levi und Killington noch etwas mehr als eine halbe Sekunde, verringerte sie diesen in Courchevel und Semmering auf 0,29 Sekunden.
  • Einzig in Zagreb verlor Vlhova auf die Amerikanerin mehr als eine Sekunde. Das Rennen war jedoch allgemein von extrem grossen Abständen geprägt.

Dass die «ewige Zweite» in Flachau nun ganz zuoberst stand, löste bei Vlhova grosse Emotionen aus. «Endlich habe ich Shiffrin geschlagen», platzte es aus der Slowakin heraus. Nachdem sie im Zielraum bäuchlings in den Schnee gesunken war, sprach sie «vom besten Tag meines Lebens».

Wenn Konstanz belohnt wird

Wie man Shiffrin in einem Slalom bezwingt, wusste die grossgewachsene Vlhova bereits seit November 2017. Dort hatte sie die Amerikanerin zum Saisonauftakt um 0,10 Sekunden geschlagen. In den folgenden Rennen stellte die um genau drei Monate ältere Amerikanerin die alte Hackordnung wieder her.

Mit ihrem insgesamt 5. Weltcupsieg avancierte Vlhova zur erfolgreichsten slowakischen Slalomfahrerin. Sie überholte ihre Landsfrau Veronika Velez-Zuzulova, die ihre Karriere am Ende der letzten Saison beendet hatte.

Es ist davon auszugehen, dass Shiffrin die Niederlage auch diesmal nicht lange auf sich sitzen lassen wird. Trotzdem dürfte der Sieg von Vlhova Signalwirkung haben – nicht zuletzt für Wendy Holdener.

Letzten Winter war die Schwyzerin mit vier 2. Plätzen hinter Shiffrin «die ewige Zweite». Und seit Rang 3 in Zagreb ist die 25-Jährige mit 19 Slalom-Podestplätzen die einzige Athletin, die bei dieser Anzahl Top-Ergebnissen noch ohne Sieg dasteht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.01.2019, 20:40 Uhr

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    P. Vlhova hat physisch ganz andere Voraussetzungen, weshalb sie nur sehr bedingt ein Vorbild für unsere Slalomspezialistinnen sein kann. Am ehesten noch für A. Danioth.
    So wie W. Holdener jeweils angreift ist es schon richtig, ok, vielleicht abgesehen von der steigerungsfähigen Anpassung an die veränderlichen Verhältnisse. Unter dem Strich auf jeden Fall eine sehr coole Zeit für uns in der CH mit diesen Sportlerinnen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Shiffrin und Vlhova sind die zwei besten Slalomfahrerinnen und zwar konstant bei allen Schnee- und Wetterbedingungen. Holdener ist nicht bei allen Bedingungen gleich konstant und braucht selber einen besonders guten Tag resp. die anderen zwei brauchen einen schlechten Tag, damit Holdener auf den zweiten oder ersten Platz kommen kann. Aber natürlich hoffe ich für Holdener, dass es irgendwann so weit ist. Mit dem "traurigen" Podest-Platz-ohne-Sieg-Rekord kann man ja nicht gerade viel anfangen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marc Nager  (Marc Nager)
      So,so. Der Sportwissenschaftler macht wieder mal die Runde. Wieso, Herr Graf, war dann Holdener LETZTES Jahr immer Zweite? Wenn Ihre Theorie stimmte, hätte Holdener das doch niemals geschafft.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andrin Thöny  (Ohhha)
    Man darf gespannt sein, was im nächsten Slalom-Rennen passiert. Kann Shiffrin reagieren? Wird Vlhová nach Doppeln? Kann Wendy ihr Potential abrufen? Bis jetzt sind nur 2 Fahrerinnen konstant und das sind Shiffrin und Vlhová. Alle anderen suchen noch ihre Konstanz.
    Das wird auf jeden Fall ein sehr spannendes Rennen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Elsa Tschopp  (Nimsay)
      Hm ich sehe Wendy schon auch als Konstant an. Zwar nicht auf ihrem Top-Niveau, bzw. nicht das ganze Potential ausschöpfend, aber auf ihrem aktuellen Niveau fährt sie konstant. Keine Ausfälle und durchgehend Top 6. Auch Gisin fährt Konstant, bei 4 Slaloms 4 mal Top 10. Nur halt nicht ganz auf dem Niveau von Shiffrin und Vlhova. Für sie aber klar ein Fortschritt.
      Vlhova finde ich definitiv eine interessante Athletin, bin auch gespannt auf die nächsten Slalom.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Andrin Thöny  (Ohhha)
      Ja da haben sie recht von den Resultaten her ist das konstant. Wenn man ihre Läufe anschaut leider nicht. Einmal Top, Einmal Mittelmässig. Es sind aber nur Kleinigkeiten die nicht zusammen passen oder ein zu geringes Selbstvertrauen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen