Das Podest
- 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:50,52 Minuten
- 2. Paula Moltzan (USA) +0,41 s
- 3. Katharina Truppe (AUT) +0,65
Mikaela Shiffrin hat zum 6. Mal in ihrer Karriere den Nacht-Slalom in Flachau gewonnen. Knapp 10 Tage nach ihrem «Ausrutscher» in Kranjska Gora, als sie sich Camille Rast hatte geschlagen geben müssen, rückte die US-Amerikanerin die Kräfteverhältnisse unter Flutlicht wieder zurecht. Die Halbzeit-Führende startete zwar etwas verhalten, konnte im zweiten Teil aber aufdrehen und sicherte sich ihren 70. Weltcupsieg im Slalom letztlich souverän.
Shiffrin durfte sich gleich doppelt freuen: Dank Paula Moltzan feierte das US-Team einen Doppelsieg. Für die 31-Jährige ist es der erste Slalom-Podestplatz in dieser Saison, nachdem sie schon zweimal Vierte und zweimal Fünfte geworden war. Zur Freude des Heimpublikums schaffte es mit Katharina Truppe auch eine Einheimische aufs Treppchen. Die Österreicherin war in diesem Winter bereits mehrfach nahe dran. Nun klappte es ausgerechnet beim Heimrennen.
Die Schweizerinnen
- 4. Camille Rast +0,67
- 5. Wendy Holdener +0,93
- 9. Eliane Christen +2,21
- 18. Aline Höpli +4,12
- 25. Aline Danioth +5,67
- Nicht im 2. Lauf: Mélanie Meillard (31.), Nicole Good, Anuk Brändli, Janine Mächler (alle DNF)
Einen starken Auftritt legten in Salzburg auch die Schweizerinnen hin. Im Fall von Vorjahressiegerin Rast allerdings ohne das nötige Hundertstel-Glück. Der Walliserin fehlten nur 0,02 Sekunden auf die Top 3, womit auch eine kleine Serie riss. In den letzten fünf Rennen (Slalom und Riesenslalom) hatte es die 26-Jährige stets auf das Podest geschafft. Dafür ging der undankbare 4. Rang für einmal nicht an Wendy Holdener. Die Schwyzerin ist in Flachau bereits fünfmal Vierte geworden.
Im Schatten der beiden Schweizer Podestanwärterinnen wusste auch Eliane Christen zu überzeugen, die zum zweiten Mal in diesem Winter in die Top 10 fuhr. Kurz vor dem Jahreswechsel war ihr dies auch in Semmering gelungen, wo sie ebenfalls Neunte wurde. Damit hat die Urnerin die Olympia-Qualifikation in der Tasche.
Als Erfolg dürfen den Nacht-Slalom in Flachau auch Aline Höpli und Aline Danioth verbuchen. Für beide gab es in diesem Winter zum zweiten Mal Weltcup-Punkte. Während Höpli die Bremse im 2. Lauf lösen konnte und mit Rang 18 ihr zweitbestes Weltcup-Resultat realisierte, gelang dies Danioth nicht. Für die Urnerin kommt die Qualifikation für den 2. Durchgang dennoch einem Befreiungsschlag gleich. Zuletzt hatte sie den 1. Lauf dreimal in Folge nicht ins Ziel gebracht.
Glücklose Nummer 71
Die ganze Bandbreite an Gefühlen erlebte Noa Szollos. Die 22-Jährige aus Israel qualifizierte sich auf der schon sichtlich gezeichneten Piste mit der hohen Startnummer 71 für den 2. Lauf. Ein Einfädler verhinderte dann allerdings, dass sich Szollos zum zweiten Mal in ihrer Karriere über Punkte freuen durfte. Zu Beginn des neuen Jahres war sie in Kranjska Gora 28. geworden.
Gerade in den hinteren Regionen taten sich viele Fahrerinnen schwer. Gleich 31 Athletinnen schieden aus.
So geht's weiter
Am Wochenende gehört die Bühne in Tarvisio (ITA) den Speedspezialistinnen. Im italienisch-österreichisch-slowenischen Dreiländereck sind eine Abfahrt und ein Super-G angesetzt. Am Dienstag findet in Kronplatz dann der nächste Riesenslalom statt.