Das Podest
- 1. Julia Scheib (AUT) 2:19,85 Minuten
- 2. Camille Rast (SUI) +0,37 Sekunden
- 3. Sara Hector (SWE) +0,46
Am Kronplatz hatte Camille Rast vor neun Jahren ihre ersten Weltcuppunkte eingefahren. 2026 gelang der Walliserin erstmals der Sprung auf das Podest an selber Stätte im Südtirol. Rast bestätigte einmal mehr ihre Topform in diesem Winter und verteidigte ihren 2. Rang aus dem 1. Lauf. Für die Schweizerin war es der bereits siebte Podestplatz in dieser Saison.
Rast musste sich am Kronplatz einzig Disziplinenleaderin Julia Scheib geschlagen geben. Die Österreicherin setzte sich im 2. Lauf mit Bestzeit von Zwischenrang 3 noch an die Spitze. Dank dem 4. Saisonsieg baut sie ihre Führung in der Riesenslalomwertung weiter aus. Das Podest komplettierte die Halbzeit-Führende Sara Hector aus Schweden.
Das Comeback
Fast 300 Tage nach ihrem schweren Sturz bei den italienischen Meisterschaften feierte Federica Brignone im Südtirol ein beeindruckendes Comeback. Die lange Pause war der Italienerin mit Tiger auf dem Helm nicht anzusehen. Brignone hat ihren Grundspeed offenbar nicht verloren und belegte trotz Schmerzen nach dem 1. Lauf den 7. Platz.
«Es war ziemlich emotional, und zu Beginn des Laufs war ich blockiert. Doch es ist ein wunderbarer Tag», sagte sie bei Halbzeit. Im 2. Lauf machte die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen Winters noch einen Rang gut. Bei Olympia dürfte mit der 35-Jährigen demnach wieder zu rechnen sein.
Die weiteren Schweizerinnen
- 14. Vanessa Kasper +3,01
- 22. Dania Allenbach +4,35
- 27. Sue Piller +5,93
- Nicht im 2. Lauf: Simone Wild (32.), Wendy Holdener (37.), Stefanie Grob (40.), Shaienne Zehnder (Out)
Hinter Überfliegerin Rast hatten es drei weitere Schweizerinnen in den 2. Lauf geschafft. Vanessa Kasper zeigte zwei solide Läufe und war als 14. so gut klassiert wie noch nie in einem Weltcup-Riesenslalom. Zusätzlich erfüllte die Engadinerin die halbe Olympia-Limite.
Der 18-jährigen Dania Allenbach gelang als 22. im zweiten Weltcup-Rennen zum zweiten Mal der Sprung in die Punkte. Sie machte in der Entscheidung 7 Ränge gut und war damit noch einmal deutlich besser als bei ihrem Debüt zu Beginn des Monats in Kranjska Gora (27.). Sue Piller punktete als 27. zum 4. Mal in diesem Winter.
Einen Tag zum Vergessen erlebte hingegen Wendy Holdener. Die Schwyzerin verlor am Morgen über 4 Sekunden auf Hector und verpasste die Qualifikation für den 2. Lauf. «Ich war immer etwas zu spät und konnte keinen Rhythmus aufbauen», so das Fazit von Holdener. Zuletzt war sie im Dezember 2023 im 1. Lauf eines Riesenslaloms hängengeblieben.
So geht es weiter
Vom Südtirol geht es für die Technikerinnen weiter in den Norden Tschechiens. In Spindlermühle steht am kommenden Samstag erneut ein Riesenslalom auf dem Programm. Am Sonntag folgt ein Slalom.