Das Podest
- 1. Alice Robinson (NZL) 1:58,91 Minuten
- 2. Julia Scheib (AUT) +0,96 Sekunden
- 3. Thea Louise Stjernesund (NOR) +1,08
Bestzeit im 1. Lauf, Bestzeit im 2. Lauf: Alice Robinson fuhr auf der energieraubenden Piste in Copper Mountain (knapp 3000 Meter über Meer) alles in Grund und Boden. In der Endabrechnung nahm sie der zweitplatzierten Julia Scheib, der Siegerin von Sölden, fast eine Sekunde ab.
«Der 2. Lauf fühlte sich etwas ausser Kontrolle an. Im Ziel war ich geschockt», gestand die 23-Jährige im Anschluss. Mit ihrem 5. Weltcupsieg schrieb die Neuseeländerin Geschichte: Noch nie hat eine Athletin von ausserhalb Europas oder Nordamerikas so viele Triumphe auf höchster Stufe eingefahren.
Der 3. Podestplatz ging an eine überglückliche Thea Louise Stjernesund, Olympiasiegerin Sara Hector verpasste das Podium um 9 Hundertstel.
Die Schweizerinnen
- 5. Camille Rast +1,41 s
- 18. Wendy Holdener +2,59
- 26. Vanessa Kasper +3,02
- Nicht für den 2. Lauf qualifiziert: Sue Piller und Simone Wild
In Abwesenheit der verletzten Lara Gut-Behrami sorgte Camille Rast für das Schweizer Highlight. Die Walliserin, nach dem 1. Lauf auf dem geteilten 10. Platz, zauberte eine starke Aufholjagd in den amerikanischen Schnee. Grösstenteils perfekt auf der Linie unterwegs, griff Rast fast jedes Tor konsequent an. Der Auftritt reichte zum 5. Platz und ihrem erst 2. Top-5-Resultat in einem Riesenslalom.
Bei Wendy Holdener schlichen sich nach einem angriffigen Start in den 2. Lauf ein paar Fehler ein, mit ihrem 18. Platz konnte die Slalom-Spezialistin aber dennoch zufrieden sein. Für Vanessa Kasper war bereits die Qualifikation als 17. für den 2. Lauf ein Erfolg – in der Entscheidung fuhr sie dann wild und teilweise zu weit um die Tore herum. Am Ende reichte es zu Rang 26. Erst 4 Mal war sie im Weltcup besser klassiert gewesen.
Die Amerikanerinnen
3 Athletinnen in den Top 6, historische 6 im 2. Lauf insgesamt: In Sölden hatten die US-Frauen noch brilliert. Bei ihrem Heimauftritt nun halbierte sich die Anzahl, die es in die Entscheidung schaffte. Und auch dort gab es wenig zu holen: Nina O'Brien und die zweifache Saison-Siegerin Mikaela Shiffrin mussten mit den Plätzen 11 und 14 Vorlieb nehmen, Paula Moltzan schied bereits kurz nach der 1. Zwischenzeit (als einzige Fahrerin) aus. Das Trio hatte zum Saisonauftakt noch die Ränge 2, 4 und 6 eingenommen.
So geht es weiter
Zum Abschluss der Skiwoche in Copper Mountain steht am Sonntag ein Frauen-Slalom an – der dritte in dieser Saison. Anschliessend reisen die Athletinnen nach Kanada. In Mont-Tremblant sind nächstes Wochenende zwei Riesenslaloms geplant.