Drei Mal war Tarvisio bisher Gastgeber von Weltcuprennen: 2007, 2009 und 2011. Nach 15 Jahren Pause kehrt der norditalienische Skiort, der an der Grenze zu Österreich und Slowenien liegt, in den Weltcup-Kalender zurück. Am Samstag wird eine Abfahrt, am Sonntag ein Super-G ausgetragen.
Besonders gefreut haben dürfte sich Lindsey Vonn, als sie vom Austragungsort Tarvisio erfuhr. Die US-Amerikanerin, die sich ausgezeichneter Form erfreut und in dieser Saison schon zwei Abfahrten, unter anderem die letzte in Zauchensee gewonnen hat, hat eine ausgezeichnete Tarvisio-Bilanz.
Bei den bisherigen Aufenthalten wurde jeweils neben Abfahrt und Super-G auch noch eine Super-Kombination gefahren. So fanden in der 3900-Einwohner-Stadt bislang 9 Weltcuprennen statt. 2007 war Vonn noch nicht am Start, dafür 2009 und 2011. Und damals brillierte sie richtig: Die beiden Super-G entschied die mittlerweile 41-Jährige für sich, in den Kombis und der Abfahrt wurde sie jeweils Zweite. 6 Podestplätze aus 6 Rennen – das kann sich sehen lassen.
Schweizerinnen bislang zurück
Vonns Konkurrentinnen von damals – Fabienne Suter, Tina Maze, Julia Mancuso oder Maria Höfl-Riesch – sind längst zurückgetreten. Die US-Amerikanerin hingegen misst sich nun mit der neuen Generation. Ursprünglich mit dem grossen Ziel Olympia 2026 zurückgekehrt, mischt sie auch den Weltcup gehörig auf.
Noch nicht auf Touren gekommen sind die Schweizer Speed-Fahrerinnen. Noch keinen Podestplatz gab es für die Schweiz zu bejubeln. Beste Schweizer Ergebnisse sind ein 5. Rang von Janine Schmitt in der Abfahrt von Zauchensee und ein 6. Platz von Malorie Blanc beim Super-G in St. Moritz.
Vielleicht hilft ja der neue Weltcup-Ort, das Speed-Team zu beflügeln. Wen es zu schlagen gilt, ist klar: Tarvisio-Expertin Lindsey Vonn.