Das Podest
- 1. Camille Rast (SUI) 1:40:20 Minuten
- 2. Mikaela Shiffrin (USA) +0,14 Sekunden
- 3. Wendy Holdener (SUI) +1,83
Es schien, als würde Mikaela Shiffrin wieder einmal in einer eigenen Liga fahren. Sie, die bereits die ersten 5 Slaloms des Winters gewonnen hatte, nahm der Führenden Wendy Holdener als zweitletzte Fahrerin 1,69 Sekunden ab – notabene nachdem Holdener sich mit einer starken Leistung und Laufbestzeit im 2. Durchgang ihren ersten Podestplatz der Saison gesichert hatte.
Doch oben stand noch Camille Rast, die am Tag zuvor erstmals einen Weltcup-Riesenslalom gewonnen hatte. Und die Walliserin stellte einmal mehr ihre beneidenswerte Form unter Beweis. Sie unterbot die klare Laufbestzeit von Shiffrin noch einmal um 4 Hundertstelsekunden und hielt die Amerikanerin in der Endabrechnung um 0,14 Sekunden in Schach.
Für Rast war es der 4. Weltcupsieg, der 3. im Slalom. Zudem war sie im vergangenen Jahr in Saalbach (AUT) Weltmeisterin in dieser Disziplin geworden. Letztmals hatte Sonja Nef 2001 in Are (SWE) binnen 24 Stunden einen Riesenslalom und Slalom gewonnen.
Die weiteren Schweizerinnen
- 12. Mélanie Meillard +3,48
- 23. Eliane Christen +5,02
- Nicht im 2. Lauf: Nicole Good (44.), Aline Höpli (49.), Janine Mächler, Anuk Brändli und Aline Danioth (alle out).
Nach ihrem 9. Platz in Semmering verpasste es Eliane Christen, mit einem weiteren Top-15-Resultat die Olympia-Norm zu erfüllen. Dafür holte Mélanie Meillard ihre erste Top-15-Klassierung in dieser Saison und darf weiter von Milano Cortina 2026 träumen.
Prominente Ausfälle
Weiter nicht auf Touren kommt Zrinka Ljutic, welche letzte Saison die Slalom-Gesamtwertung für sich entschieden hat. Die Kroatin verpasste schon nach wenigen Sekunden ein Tor, stieg nochmals zurück und gab kurz darauf den Lauf endgültig auf. Für sie war es bereits der 4. Ausfall im 6. Slalom des Winters, ihr Bestergebnis ist ein 6. Rang.
Mit Lara Colturi (ALB), die in dieser Saison bereits 4 Mal im Slalom aufs Podest gefahren war, fiel eine weitere Top-Fahrerin bereits im 1. Lauf aus. Insgesamt kam rund ein Drittel der Fahrerinnen im 1. Durchgang nicht ins Ziel, von 74 Gestarteten schieden 25 aus.
Historischer Punktgewinn
Noa Szollos sorgte mit ihrem 28. Platz für den ersten Punktgewinn Israels im Weltcup. Die 22-Jährige nutzte die Gunst der Stunde mit vielen Ausfällen und fuhr im 1. Lauf mit Startnummer 70 auf Rang 22, fiel dann aber noch um 6 Plätze zurück.
So geht es weiter
Am nächsten Wochenende sind die Speed-Cracks ein erstes Mal im neuen Jahr gefordert. Im österreichischen Zauchensee findet am Samstag eine Abfahrt statt, gefolgt von einem Super-G am Sonntag. Die Technikerinnen kommen dann am Dienstag, 13. Januar wieder auf ihre Kosten, wenn in Flachau ein Nachtslalom ansteht.