Das Podest
- 1. Emma Aicher (GER) 1:14,04 Minuten
- 2. Lindsey Vonn (USA) +0,27 Sekunden
- 3. Ester Ledecka (CZE) +0,94
Als einzige Fahrerin im Weltcup bestreitet Emma Aicher sämtliche Rennen. Und die Schwerstarbeiterin aus Deutschland gehört in drei von vier Disziplinen zur Weltspitze. Nach ihrem Sieg in der Abfahrt von St. Moritz im Dezember und zwei dritten Plätzen im Slalom stand Aicher erstmals in dieser Saison auch im Super-G auf dem Podest. Die 22-Jährige zauberte in Tarvisio eine blitzsaubere Fahrt in den Schnee und feierte ihren 4. Weltcupsieg der Karriere, den 2. im Super-G.
Einzig Lindsey Vonn konnte nahe an der slowenischen Grenze mit der deutschen Überfliegerin mithalten. Die 41-Jährige lieferte sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen mit Aicher und lag bei der letzten Zwischenzeit noch 0,05 Sekunden vor ihrer fast 20 Jahre jüngeren Konkurrentin. Weil sie im Schlussabschnitt nicht die optimale Linie erwischte, wurde sie noch auf Platz 2 zurückgespült. Damit bewies die US-Amerikanerin aber einmal mehr, dass ihr die Piste in Tarvisio bestens liegt. In ihrem neunten Rennen im italienischen Skiort fuhr sie zum neunten Mal auf das Podest.
Hinter Vonn komplettierte Ester Ledecka das Podest. Die tschechische Allrounderin verlor 0,94 Sekunden auf Aicher und blieb damit als nur eine von zwei Fahrerinnen unter einer Sekunde hinter der Siegerin. Im Super-G war die doppelte Snowboard-Olympiasiegerin zuletzt vor fast zwei Jahren auf das Podest gefahren.
Die Schweizerinnen in den Top 30
- 13. Joana Hählen +1.53
- 24. Corinne Suter +1,93
- 26. Jasmine Flury +2,05
- 29. Malorie Blanc +2,11
Die Schweizer Speedspezialistinnen fuhren auch am Sonntag der Spitze hinterher. Für einen kleinen Lichtblick sorgte indes Joana Hählen. Die Berner Oberländerin klassierte sich auf Rang 13, fuhr ihr mit Abstand bestes Resultat in diesem Winter heraus und erfüllte die halbe Olympia-Limite.
Damit bleibt Malorie Blanc die einzige Swiss-Ski-Vertreterin, die im Super-G die Selektionskriterien erfüllt hat. Die 22-Jährige kam aber wie schon am Samstag überhaupt nicht auf Touren und verlor über zwei Sekunden auf Aicher. Ihre Teamkolleginnen Corinne Suter und Jasmine Flury waren nur knapp schneller als Blanc.
So geht es weiter
Das nächste Rennen steht bereits am Dienstag auf dem Programm. Am Kronplatz wird ein Riesenslalom ausgetragen. Die Speedspezialistinnen sind indes erst Ende Januar wieder gefragt. Am letzten Wochenende des Monats finden die Heimrennen in Crans-Montana statt.