Das Podest
- 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:48,75 Minuten
- 2. Lena Dürr (GER) +1,57 Sekunden
- 3. Lara Colturi (ALB) +1,85
1,66 Sekunden Vorsprung in Levi (FIN), 1,23 Sekunden Vorsprung in Gurgl (AUT) und jetzt 1,57 Vorsprung in Copper Mountain (USA): Mikaela Shiffrin ist in diesem Winter im Slalom eine Klasse für sich. Die Amerikanerin feierte in ihrer Heimat überlegen den 104. Sieg im Weltcup. In ihrer Paradedisziplin Slalom triumphierte die 30-Jährige bereits zum 67. Mal.
Nach dem 1. Lauf hatte Shiffrin nur 0,28 Sekunden vor der bei Halbzeit zweitplatzierten Wendy Holdener gelegen. Doch während die Schwyzerin auf der ramponierten Piste Mühe bekundete, zog Shiffrin ihr Ding unbeirrt durch und fuhr trotz schwieriger Bedingungen die zweitbeste Laufzeit.
Auf den 2. Platz schaffte es die 34-jährige Deutsche Lena Dürr. Dahinter sicherte sich die für Albanien startende Italienerin Lara Colturi Rang 3. Die 19-Jährige stand damit in sämtlichen Slaloms des Winters auf dem Podest (2./2./3.).
Die weiteren Schweizerinnen
- 4. Wendy Holdener +1,99
- 10. Camille Rast +2,43
- 16. Aline Danioth +4,20
- 17. Mélanie Meillard +4,26
- 19. Eliane Christen +4,43
- 21. Nicole Good +4,51
- 27. Anuk Brändli +5,33
- Nicht für den 2. Lauf qualifiziert: Aline Höpli (32.), Sue Piller (DNF)
Holdener konnte sich nach einem starken 1. Lauf berechtigte Hoffnungen auf den 39. Slalom-Podestplatz ihrer Karriere machen. Doch im 2. Durchgang kam die Schwyzerin vor allem im obersten Teil überhaupt nicht auf Touren. Nur eine Fahrerin im ganzen Finalfeld fuhr bis zur 1. Zwischenzeit langsamer als Holdener. Zwar steigerte sie sich danach etwas, gleichwohl verpasste sie die Top 3 um 0,14 Sekunden. Auch Camille Rast konnte ihre Position nicht halten und fiel im 2. Lauf vom 6. auf den 10. Platz zurück.
Die von vielen schweren Knieverletzungen geplagte Aline Danioth feierte unter den Augen ihrer in den USA lebenden Gotte ein Erfolgserlebnis und war die drittbeste Schweizerin. Als 16. klassierte sie sich im Weltcup erstmals seit Januar 2023 wieder in den Top 20.
Nach einem enttäuschenden 1. Lauf, den sie mit Startnummer 11 auf Zwischenrang 29 beendet hatte, rehabilitierte sich Mélanie Meillard im 2. Durchgang. Die Walliserin fuhr die fünftbeste Zeit aller Athletinnen und machte gleich 12 Positionen gut. Eliane Christen vergab im 2. Lauf eine Top-Klassierung durch einen zeitraubenden Fehler im Mittelteil, der sie zurückwarf. Die 26-Jährige fiel vom 13. auf den 19. Rang zurück.
Grosse Breite bei den Schweizerinnen
Swiss-Ski war im 2. Lauf mit nicht weniger als 7 Athletinnen vertreten und alle punkteten am Ende. Eine solche Breite in den Top 30 eines Slaloms ist keine Selbstverständlichkeit. In den letzten 32 Jahren gelang dies den Schweizerinnen erst zum 2. Mal. Um ein Haar hätte es gar noch eine 8. Schweizerin in den 2. Lauf geschafft. Aline Höpli (32.) fehlten 0,06 Sekunden zum Einzug in den Final-Durchgang.
So geht es weiter
Die Technikerinnen bleiben noch einmal eine Woche in Nordamerika, verschieben sich aber von Colorado ins kanadische Mont-Tremblant. In der Provinz Quebec steht am Samstag und Sonntag je ein Riesenslalom auf dem Programm. Danach ist der USA/Kanada-Abstecher beendet.