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Vonn bangt um Olympia Abfahrt von Crans-Montana nach mehreren Stürzen abgebrochen

Die Abfahrt der Frauen in Crans-Montana wird nach drei Stürzen abgebrochen. Auch Lindsey Vonn kommt nicht ins Ziel.

Die Weltcup-Rennen in Crans-Montana standen aufgrund der Brandkatastrophe vor einem Monat ohnehin schon unter speziellen Vorzeichen. Nun hätte der Sport in den Vordergrund rücken sollen, auch um die Menschen im Walliser Skiort zusammenzubringen. Doch der Start ins Renn-Wochenende ist gründlich missglückt.

Die Abfahrt der Frauen wurde nach knapp einer Stunde abgebrochen. Einerseits, weil der Schneefall in Crans-Montana immer stärker wurde. Andererseits aber auch, weil zuvor nur drei der sechs gestarteten Athletinnen das Ziel erreicht hatten. Neben der Österreicherin Nina Ortlieb und der Norwegerin Marte Monsen gehörte auch Lindsey Vonn zu den Sturzopfern.

Knieverletzung bei Vonn?

Die US-Amerikanerin verlor nach dem ersten Sprung das Gleichgewicht, geriet in Rücklage und schlug schliesslich im Fangnetz ein. Ob sie sich verletzte, blieb zunächst unklar. Nach minutenlanger Behandlung konnte die 41-Jährige auf den eigenen Beinen ins Ziel fahren, wenn auch sehr behutsam und vorsichtig.

Unterwegs blieb Vonn mehrmals stehen und fasste sich an ihr linkes Knie. Die Teilprothese, die ihr das erfolgreiche Comeback ermöglichte, hat sie rechts. Im Ziel winkte Vonn ins Publikum und verschwand im Untersuchungszelt. Später wurde sie mit dem Helikopter aus dem Zielraum geflogen. «Die ersten Untersuchungen der Physios ergaben ein ziemlich positives Bild. Es könnte sicher schlimmer sein, aber ich bin kein Physio. Sie hat Schmerzen im Knie», sagte Vonns Trainer Aksel Svindal gegenüber SRF. Im Spital werde man Genaueres herausfinden.

Damit beginnt das grosse Bangen um die Teilnahme an den bevorstehenden Olympischen Spielen. In neun Tagen geht es in Cortina in der Abfahrt um die Medaillen, Vonn gehört dabei zu den Goldfavoritinnen.

Suter einzige Schweizerin im Ziel

Von den Schweizerinnen kam bei der letzten Abfahrt vor Olympia aufgrund des Abbruchs einzig Corinne Suter zum Zug. Die 31-Jährige zeigte mit Startnummer 5 eine solide Fahrt, ohne dabei aber das letzte Risiko einzugehen. Im Ziel fehlten Suter 28 Hundertstel auf die Bestzeit der US-Amerikanerin Jacqueline Wiles.

«Oben war es sehr unruhig, es gab harte Schläge, ich musste gut auf dem Ski stehen. Und unten im Zielhang dreht es extrem», so Suter im Interview. «Wenn es jetzt zuzieht und die Sicht abnimmt, wird es noch schwieriger. Die Jury wird mit ihrem Entscheid schon richtig liegen», meinte die Schweizerin zum Abbruch. Gleichzeitig sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von Peking, dass sie die Piste in Crans-Montana noch nie besser erlebt habe, als in diesem Jahr.

So geht's weiter

Am Samstag ist im Wallis noch ein Super-G geplant. Ob dieser angesichts der aktuell schlechten Wetterbedingungen stattfinden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt mehr als nur fraglich. Von Crans-Montana geht es für die Ski-Cracks nach Cortina, wo am Donnerstag das erste Training zur Olympia-Abfahrt auf dem Programm steht. Diese steigt dann am 8. Februar.

Resultate

SRF zwei, Sportlive, 30.01.2026, 09:40 Uhr ; 

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