Bei den Weltcuprennen im Val di Fassa 2021 brillierten die Schweizer Fahrerinnen, allen voran Lara Gut-Behrami und Corinne Suter. In den beiden Abfahrten und dem Super-G – das gleiche Programm ist auch in diesem Jahr angedacht – fuhr Gut-Behrami zu zwei Siegen und einmal auf Rang 3. Suter holte zwei 3. Plätze und einen 2. Rang heraus.
Während Gut-Behrami bekanntlich weiterhin wegen ihrer Verletzung fehlt, ist Suter so langsam aber sicher auf dem Weg zurück. Am vergangenen Wochenende in Soldeu fuhr sie ähnlich erfolgreich wie vor fünf Jahren im Val di Fassa: Sieg in der Abfahrt, Rang 3 und Rang 4 in den Super-G.
Anders als damals
Die Form ist also wieder da, die Rückkehr an den Erfolgsort im Val di Fassa kommt gerade zur rechten Zeit. Die Bedingungen sind allerdings nicht mehr die gleichen, erklärte Suter nach dem 2. Training: «Damals war es wie eine Autobahn, das ist es hier gar nicht. Es ist ganz eine andere Geschichte.»
Aber trotzdem scheint ihr die Strecke zu liegen. In beiden Trainingsfahrten war sie die schnellste Schweizerin, fuhr auf die Plätze 8 am Mittwoch und 11 am Donnerstag. «Die Piste gefällt mir gut, sie ist eher auf der unruhigeren Seite», sagte Suter. Aber es sei auch speziell: «Das Steile ist nicht wirklich steil, das Flache nicht wirklich flach.» Man müsse die entscheidenden Stellen sehr gut treffen.
Val di Fassa 2021 war übrigens nicht das einzige Mal, als Suter dreimal an einem Wochenende auf das Podest fuhr. Das gleiche Kunststück gelang ihr auch im Dezember 2020 in Val d'Isère und im Dezember 2022 in Lake Louise. In Soldeu hätte es vor Wochenfrist fast geklappt, nun bietet sich der 31-Jährigen die nächste Chance auf einen Podest-Hattrick.
Grob will erneut Punkte
Hinter Suter war Stefanie Grob im zweiten Training die überzeugendste Schweizerin. Mit Platz 19 meldete sie Ambitionen auf weitere Weltcuppunkte an. Die 21-Jährige hatte in Soldeu mit den Rängen 26 und 23 zum ersten Mal überhaupt auf höchster Stufe Zähler geholt.
«Es hat gut getan. Ich weiss, dass es eigentlich geht», sagte Grob über ihre Punktgewinne. «Ich kann jetzt mit Selbstvertrauen in diese Rennen starten.» Ziel sei es nun, die Resultate von letzter Woche zu bestätigen.