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Zeit-Chaos in Crans-Montana Gut-Behrami neu auf Rang 3 – Hählen bleibt Zweite

  • Bei der Frauen-Abfahrt in Crans Montana funktioniert die Zeitmessung nicht optimal.
  • Nach Überprüfung der Zeiten rückt Lara Gut-Behrami auf Platz 3 vor.
  • Joana Hählen verbleibt hinter Siegerin Sofia Goggia (It) auf Rang 2.

Grosse Verwirrung in Crans-Montana: In der Abfahrt am Samstagmorgen spielte die Zeitmessung ausgerechnet bei 4 Schweizer Fahrerinnen verrückt. Bei den Fahrten von Jasmine Flury, Joana Hählen, Lara Gut-Behrami und Priska Nufer wollte die mit Lichtschranken gemessene Zeit im Ziel nicht stoppen. Dass nur Schweizerinnen betroffen waren, sei gemäss Renndirektor Atle Skaardal reiner Zufall gewesen.

Am Samstagabend wurde auch der Grund für die Verwirrung bekannt: Wie Longines und Swiss Timing, die verantwortlichen Firmen, in einer Stellungnahme mitteilten, funktionierte die Verbindung zwischen der an der Ziellinie installierten Infrastruktur und dem Zeitnehmerraum phasenweise nicht. Ursache dafür könnten ein durch Skifahrer oder ein Pistenfahrzeug beschädigtes Kabel oder eine Unebenheit auf der Ziellinie gewesen sein, erklärte FIS-Rennchef Atle Skaardal.

Erneute Überprüfung

Ein erstes provisorisches Klassement sah Sofia Goggia (It) als Siegerin vor Hählen und Nicole Schmidhofer (Ö). Doch dann, rund eine Stunde nachdem die letzte Fahrerin das Ziel erreicht hat, der Knall: Das Klassement wird noch einmal auf den Kopf gestellt.

Massgebend für die Resultate der 4 Schweizerinnen war neu die von Hand gestoppte Endzeit. Auf Kosten von Schmidhofer rückte Gut-Behrami auf den 3. Platz vor. Der österreichische Verband kündigte an, gegen dieses Resultat Protest einzulegen.

Das neue Podest

  • 1. Sofia Goggia (It) 1:29,77 Minuten
  • 2. Joana Hählen (Sz) +0,36
  • 3. Lara Gut-Behrami (Sz) +0,45

Die neue offizielle Rangliste sieht aus Schweizer Sicht noch etwas besser aus. Neben Hählen, die nach 5 Jahren im Weltcup zum ersten Mal auf dem Podest landet und damit den grössten Erfolg ihrer Karriere feiert, steht nun auch Gut-Behrami auf dem Podest. Der 3. Platz dürfte sich nach der enttäuschenden WM besonders gut anfühlen.

Video
Gut-Behrami: «Den Podestplatz nehme ich gerne mit»
Aus Sport-Clip vom 23.02.2019.
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Am überlegenen Sieg Goggias konnte das Zeit-Wirrwarr indes nichts mehr ändern. Die Italienerin, die bereits die beiden Trainings dominiert hatte, war auch am Renntag klar die Schnellste.

Die restlichen Schweizerinnen

  • 5. Corinne Suter +0,59
  • 7. Jasmine Flury +0,71
  • 12. Priska Nufer +1,25
  • 30. Luana Flütsch +3,10
  • 32. Wendy Holdener +3,42
  • 33. Nathalie Gröbli +3,48
  • 42. Juliana Suter +7,58

Insgesamt lieferten die Schweizer Frauen ein überzeugendes Team-Resultat ab. Sowohl Flury als auch Nufer machten nach der Überprüfung der gestoppten Zeiten einen kleinen Sprung nach vorne.

Saisonende für Stuhec

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Ilka Stuhec hat sich bei ihrem Sturz in der Abfahrt von Crans-Montana schwer verletzt. Die Slowenin riss sich das hintere Kreuzband am linken Knie und zog sich Knochenprellungen am rechten Bein zu. Damit wird die 28-jährige Abfahrts-Weltmeisterin von Are in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten können. Stuhec hatte bereits die Saison 2017/18 wegen eines Kreuzbandrisses verpasst.

So geht es weiter

In Crans-Montana tragen die Frauen am Sonntag die einzige Alpine Kombination der Weltcup-Saison aus. Die für Mitte Dezember geplante Kombi in Val-d’Isère hatte wegen warmer Temperaturen abgesagt werden müssen. Nächste Woche stehen in Sotschi eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 23.02.2019, 09:25

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imber  (Wasserfall)
    Longines und Swiss Timing sind für die Zeitmessung an den Skirennen verantwortlich. Sie haben schon viele Hunderte von Rennen einwandfrei und professionell bedient. Jetzt hat es mal eine Panne wahrscheinlich wegen einer defekten Leitung gegeben. Jetzt diese Firmen gleich in den Grund und Boden schlecht und von einer Peinlichkeit zu reden ist nur billig. Fehler passieren überall und machen alle Menschen von Zeit zu Zeit - auch alle, die jetzt meckern. Und defektes Material gibt es manchmal auch.
  • Kommentar von C. White  (Schnousi)
    Selbst als Schweizer, bin ich mir sicher, dass höchstens nur eine Schweizerin auf's Podest gehören kann! Hoffe, dass Österreichs Protest Recht bekommt. Einfach nur peinlich was da passiert ist.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es ist in keiner Weise zugänglich, wie Sie zu der Ansicht gelangen. Können Sie es erklären?
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Herr Meile, es ist eine Schweizer Zeitmessung und zeigt deutlich das die Qualität Swissness zur Farce wird!
    1. Antwort von Nico Siegfreed  (Poitch)
      Klar. Die Abfahrt in Crans Montana konnte nicht korrekt gemessen werden. Ergo: Investoren und Handelspartner in aller Welt wollen nichts mehr mit der Schweiz zu tun haben! Bestechende Logik wie immer, Herr Heusser...
    2. Antwort von Pascal Zürich  (PascalZH)
      Für Herrn Heusser ist schnell immer klar, wenn einmal etwas nicht rund läuft, immer gleich alles Dreck ist und den Bach runtergeht. Und genau für solche Fälle gibts ein Backup. Warten Sie ab, wenn es tagelang gar keinen Strom mehr geben wird.