Das Podest
- 1. Franjo von Allmen (SUI) 1:55,00 Minuten
- 2. Dominik Paris (ITA) +0,65 Sekunden
- 3. Ryan Cochran-Siegle (USA) +0,70 Sekunden
In einem Jahr findet in Crans-Montana die Ski-WM 2027 statt. Und der Topfavorit für die Abfahrt steht bereits jetzt fest: Er heisst Franjo von Allmen. Der Berner gewann nicht nur das letzte Männer-Rennen vor den Olympischen Spielen in Milano Cortina, sondern auch die WM-Hauptprobe im Wallis. Mit einer bestechenden Fahrt von oben bis unten distanzierte der 24-Jährige die Konkurrenz um 65 Hundertstel und mehr – eine halbe Weltreise.
Von Allmen wiederholte bei seinem 5. Weltcup-Sieg auch seinen Erfolg aus dem Vorjahr in Crans-Montana. So oder so fühlt sich der amtierende Abfahrts-Weltmeister auf Schweizer Pisten pudelwohl: 3 seiner 5 Triumphe feierte er in der Heimat.
Dem Berner am «nächsten» kam Dominik Paris. Wie von Allmen profitierte der Italiener auf der Piste Nationale, einer Strecke ohne nennenswerte Schwierigkeiten, von seiner Postur. Die Ausnahme auf dem Podest war Ryan Cochran-Siegle, der – wie so oft typisch für US-Amerikaner – im Hinblick auf Olympia auf den Punkt bereit scheint.
Die weiteren Schweizer
- 4. Marco Odermatt +0,79
- 6. Lars Rösti +0,90
- 8. Alessio Miggiano +0,93
- 10. Alexis Monney +1,06
- 13. Livio Hiltbrand +1,44
- 16. Niels Hintermann & Justin Murisier +1,54
- 25. Stefan Rogentin +1,90
- 36. Gaël Zulauf +2,51
Ein Jahr vor der Heim-WM überzeugten auch die weiteren Schweizer. Im Privatduell mit Italien landeten 5 Swiss-Ski-Fahrer in den Top 10 – einer mehr als bei den Italienern. En passant verlängerten die Schweizer ihre Podestserie: In den letzten 20 Abfahrten landete immer mindestens einer der Equipe unter den ersten 3.
Eine andere imposante Serie endete dagegen: Mit seiner Fahrt mit Nummer 15 auf Rang 1 schubste von Allmen Marco Odermatt vom Podest. Es war nach 8 Abfahrten in Folge unter den Top 3 ein lange nicht mehr gekanntes Gefühl für den Ski-Dominator der letzten Jahre. Am Ende fehlten ihm 0,09 Sekunden auf Cochran-Siegle.
Sein bestes Karriere-Ergebnis feierte dagegen Lars Rösti. Der Berner Oberländer raste auf Rang 6 – bislang waren zwei 8. Ränge das Höchste der Gefühle gewesen. Auch Alessio Miggiano, wie Rösti wegen starker Konkurrenz nicht für Olympia aufgeboten, zeigte sein Talent abermals. Nach Rang 5 in Gröden ist Platz 8 sein zweitbestes Weltcup-Resultat – und gleichzeitig ein Zeichen im Hinblick auf die WM im nächsten Jahr. Dass Alexis Monney als 10. nur der fünftbeste Schweizer im Klassement war, verdeutlicht die Stärke des Teams. Der Freiburger vergab ein noch besseres Ergebnis im oberen Streckenteil.
Trotz 8 Schweizern in den ersten 16 (!) konnte das Traumresultat aus dem Vorjahr nicht ganz egalisiert werden. Damals hatte von Allmen vor Monney und Odermatt gewonnen.
So geht es weiter
Nach Crans-Montana steht das Highlight der Saison auf dem Programm. Bereits in weniger als einer Woche steht die Olympia-Abfahrt auf dem Programm. Im Weltcup geht es Ende Februar mit einem Speed-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen weiter. Aus Schweizer Sicht können die entscheidenden Wochen im Ski-Winter kommen.