Zum Inhalt springen

Header

Video
Sette: «Diese Emotionen, unglaublich!»
Aus Sport-Clip vom 11.01.2020.
abspielen
Inhalt

Erste Weltcup-Punkte mit 27 Daniele Sette: Nie aufgegeben, spät belohnt worden

Während 12 Jahren fuhr Daniele Sette auf eigene Rechnung Skirennen. 27-jährig erntet er nun endlich die Früchte für den riesigen Aufwand.

«Unten habe ich es etwas versaut»: So analysierte Daniele Sette seinen 2. Lauf beim Riesenslalom in Adelboden. Der 27-Jährige hatte es gerade zum ersten Mal überhaupt bei einem Weltcup-Rennen ins Ziel geschafft. Allein das zeigt, wie ehrgeizig der Engadiner ist. Und das musste er sein. Sonst wäre es gar nicht erst so weit gekommen.

Den Traum nie aus den Augen verloren

Für Sette ist es die erste Saison, die er in einem Kader von Swiss-Ski bestreiten darf. Zuvor betrieb der St. Moritzer den Skisport während 12 Jahren auf eigene Kosten. Einerseits aus Ehrgeiz, viel mehr aber aus Liebe zum Sport. In dieser Zeit war Sette Fahrer, Coach, Servicemann und Manager zugleich.

2018 öffnete sich dem 1,68 m kleinen Sette endlich eine – womöglich die letzte – Chance, um den Durchbruch doch noch zu schaffen. Er wurde in das Global Racing Team aufgenommen, einer Gruppe von Athleten, die vom eigenen Verband keine Unterstützung erhalten. Ian Gut, Bruder von Lara Gut-Behrami, fährt ebenfalls für das Global Racing Team.

Dank guten Ergebnissen im Europacup folgte auf diese Saison hin schliesslich die Belohnung für den riesigen Aufwand: Der Aufstieg in das B-Kader von Swiss-Ski.

Daniele Sette.
Legende: Dankt dem Publikum in Adelboden für die Unterstützung Daniele Sette. Freshfocus

Zuhause zum grössten Erfolg

Nun fand die Geschichte von Sette am «Chuenisbärgli» ihr vorläufiges Happy End. Als 19. und zweitbester Schweizer sicherte sich der 27-Jährige in seinem 4. Weltcup-Rennen erstmals Punkte. «Es ist unglaublich, welche Emotionen mich durchschossen. Meine ersten Punkte zuhause zu holen, das freut mich schon», sagte Sette.

Aber Sette wäre nicht Sette, wenn er nicht sogleich Folgendes angefügt hätte: «Es wäre mehr dringelegen. Und solange das der Fall ist, bin ich nur solala zufrieden.» Man darf gespannt sein, wohin der eindrückliche Weg von Daniele Sette in Zukunft noch führen wird. Eins ist klar: Aufgeben ist nie eine Option.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.01.2020, 10:15 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Eggenberger  (Eggi55)
    Daniele Sette hat gezeigt dass mit Ehrgeiz, Zielorientierung, Durchhaltewille, gesundem Ergeiz viel erreicht werden kann. Das gilt nicht für den Sport. Der Satz von Beziehungen und Vitamin B funktioniert im Einzelsport nicht, da der Sportler im nackten Resultat das Feedback für seine Leistung erhält. Jedermann ist in der Lage das auf Grund der ResultatListe einzuordnen. Im Teamsport kann die Leistung eines Einzelnen durch das Teamergebnis kaschiert werden. Freuen wir uns einfach für Sette!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Severin Mandarin  (Mandarin)
    Während einige Fahrer im Schweizer Kader es nur durch väterliche Beziehungen und gehörigem Vitamin-B geschafft haben, ist es umso schöner zu hören, wie Sette es auf eigene Kosten an die Weltspitze geschafft hat. Grossartig, herzliche Gratulation!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Leo Degelo  (Leo Degelo)
    Chapeau, Daniele und weiterhin gutes gelingen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen