Das Lauberhorn und die italienischen Abfahrer – eigentlich ist das keine Liebesgeschichte. Seit 1930 gewannen mit Zeno Colò (1948), Kristian Ghedina (1997) und Christof Innerhofer (2013) nur gerade 3 (!) Italiener das legendäre Rennen.
Doch nach dem 1. Training lässt sich konstatieren: Mit den «Azzurri» sollte bei der aktuellen Ausgabe zu rechnen sein. Hinter dem entfesselten Giovanni Franzoni, in Wengen bislang erst einmal im Super-G mit Punkten, reihten sich mit «Trainingsweltmeister» Mattia Casse und dem 41-jährigen Innerhofer zwei Landsmänner ein. Franzoni nahm der Konkurrenz 1,45 Sekunden und mehr ab und fuhr auf 5 von 6 Sektoren die Bestzeit.
Weniger rasant starteten die Schweizer in die Wengen-Woche. Bester der Swiss-Ski-Fraktion war Vorjahressieger Marco Odermatt als 10. mit mehr als 2,5 Sekunden Rückstand. Unmittelbar dahinter klassierte sich Stefan Rogentin. Auch Marco Kohler (16.) und Alexis Monney (18.) fuhren bei der ersten Fahrt in die ersten 20.
Noch nicht so richtig mit der Strecke zurecht kamen Odermatts erste Verfolger im Abfahrts-Weltcup, Franjo von Allmen (27.) und Dominik Paris (25.). Gar nicht erst an den Start war Marco Schwarz gegangen.
In Wengen wird es mit Blick auf die Lauberhorn-Abfahrt am Samstag nun nur noch eine Übungsfahrt geben. Das Abschlusstraining findet am Donnerstagmittag statt (live auf SRF zwei zu sehen). Dies bestätigte der Veranstalter am Dienstag, nachdem tags zuvor das Vor-Programm des 96. Rennwochenendes noch nicht in Stein gemeisselt war. Somit ziehen die Athleten am Mittwoch einen freien Tag ein.