Der deutsch-österreichische Skirennfahrer Romed Baumann beendet im Alter von 40 Jahren seine Karriere – nach der Absage des Super-G in Garmisch am Sonntag ohne eigentliches Abschiedsrennen. Fast 22 Jahre nach Baumanns Debüt im Weltcup – damals noch für sein Geburtsland Österreich – und nach insgesamt mehr als 400 Rennen endet eine der längsten Karrieren der Ski-Geschichte.
Der Rücktritt hatte sich angebahnt. Der Routinier schaffte es in dieser Saison nicht mehr unter die Top 15, deshalb durfte er auch nicht an den Olympischen Winterspielen teilnehmen. Am Samstag stand Baumann zum 167. Mal in einer Abfahrt am Start und wurde damit alleiniger Disziplin-Rekordhalter im Weltcup.
Im März 2004 war der damals 18-Jährige erstmals im Weltcup am Start gestanden. Für das österreichische Team holte er in den Jahren danach zwei Siege und acht weitere Podestplätze sowie WM-Bronze 2013 in der Kombination. 2019 wechselte der mit einer deutschen Frau verheiratete Rennfahrer dann zum Deutschen Skiverband. 2021 feierte er in Cortina mit WM-Silber im Super-G seinen grössten Erfolg.