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Nidwaldner in eigener Liga Knappes Rennen? Ja, aber nur hinter Odermatt

Marco Odermatt ist in der Lauberhornabfahrt auch 2026 das Mass aller Dinge. Das sagt er zu seinem Rekordsieg.

Während Beat Feuz ihm von seiner Traumfahrt vorschwärmte, blieb Marco Odermatt bei der Analyse im Ziel gar nicht mehr viel zu sagen. «Sieht gut aus, ja», meinte der Nidwaldner bei der Ansicht der Bilder. Höchstens kleine Nuancen, die noch hätten besser sein können, fielen dem Perfektionisten auf. «Ich hatte ein super Gefühl unter den Füssen, der Ski passte perfekt.»

Der Blick auf das Klassement offenbart deutlich, dass Odermatt in einer eigenen Liga unterwegs war. 79 Hundertstel Abstand schuf er zwischen sich und Vincent Kriechmayr, seines Zeichens ebenfalls zweifacher Abfahrtssieger am Lauberhorn. Das Rennen, aufgrund der Startversetzung um etwa eine Minute kürzer als normal, war eine knappe Angelegenheit – hinter dem Tagesschnellsten. Zwischen dem Zweiten Kriechmayr und dem Sechsten Dominik Paris lagen gerade einmal 17 Hundertstel.

Ich habe wieder viel riskiert und es hat perfekt gepasst
Autor: Marco Odermatt

Einzig Odermatt fand einen Extra-Gang. Vor dem Start trieb er sich gestenreich selbst an, danach trug ihn seine Entschlossenheit zu drei Abschnitts-Bestzeiten. Unten konnte ihm nur Alexis Monney (5.) noch ein paar Hundertstel abnehmen. «Ich war schon heiss heute. Ich wusste, dass man bei einem verkürzten Rennen immer vom ersten Stockstoss an bereit sein muss. Ich habe wieder viel riskiert und es hat perfekt gepasst.»

Dass er mit dem 4. Triumph am Lauberhorn einen weiteren Rekord geknackt hatte, erfuhr er erst nach seinem Traumlauf. «Ich fahre nicht wegen den Rekorden. Aber im Nachhinein ist es natürlich trotzdem schön.»

Mit dem siebten Saisonsieg, dem dritten in der Abfahrt, baute der 28-Jährige seine Führung im Disziplinen-Weltcup auf Weltmeister Franjo von Allmen auf 100 Punkte aus. Im Gesamtweltcup liegt Odermatt bereits wieder fast 600 Punkte vor seinem ersten Verfolger Lucas Pinheiro Braathen. Sieht gut aus, ja.

SRF zwei, Sportlive, 17.01.2026, 12:00 Uhr ; 

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