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Riesenslalom in Lillehammer Meillard glänzt, Odermatt patzt – Pinheiro Braathen holt Kugel

Nach dem Out des Schweizers im 1. Lauf des Riesenslaloms von Lillehammer profitiert der Brasilianer und gewinnt das Rennen sowie die Disziplinenwertung. Meillard fährt auf Rang 2.

Das Podest

  • 1. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) 2:20,65 Minuten
  • 2. Loïc Meillard (SUI) +0,58 Sekunden
  • 3. Atle Lie McGrath (NOR) +0,87

Nach dem Out von Marco Odermatt im 1. Lauf war klar, dass Lucas Pinheiro Braathen beim Saisonfinale ein 4. Rang reichen würde, um dem Schweizer noch die kleine Kristallkugel in der Riesenslalom-Wertung wegzuschnappen. Der Brasilianer taktierte aber nicht und stellte im 1. Durchgang die Bestzeit auf.

Kristallkugeln 2025/26 im Überblick

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Männer

  • Gesamt: Marco Odermatt (SUI)
  • Abfahrt: Marco Odermatt (SUI)
  • Super-G: Marco Odermatt (SUI)
  • Riesenslalom: Lucas Pinheiro Braathen (BRA)
  • Slalom: offen

Frauen

  • Gesamt: offen
  • Abfahrt: Laura Pirovano (ITA)
  • Super-G: Sofia Goggia (ITA)
  • Riesenslalom: Julia Scheib (AUT)
  • Slalom: Mikaela Shiffrin (USA)

Diesen Vorsprung verwaltete der 25-Jährige souverän und holte sich in Lillehammer den 3. Riesenslalom-Sieg in Serie nach Olympia in Milano Cortina und Kranjska Gora (Weltcup). Er löst damit Odermatt als Disziplinensieger ab, der die Kugeln zuletzt 4 Jahre in Folge eingeheimst hatte.

Wäre Pinheiro Braathen ausgeschieden, hätte Loïc Meillard noch zum Nutzniesser avancieren können. Mit 89 Punkten Rückstand auf Odermatt hätte auch für den Walliser die Kugel noch in Reichweite gelegen. Meillard legte als 3. des 1. Laufes mit Bestzeit vor und rückte noch einen Rang nach vorne. Doch Pinheiro Braathen war am Ende einfach zu stark.

Die weiteren Schweizer

  • 16. Luca Aerni +2,73
  • 17. Thomas Tumler +2,82
  • Ausgeschieden im 1. Lauf: Marco Odermatt

Luca Aerni und Thomas Tumler hatten sich mit Rückständen von jeweils über 2 Sekunden bereits im 1. Lauf eine beachtliche Hypothek eingehandelt. Beide konnten sich in der Entscheidung nicht mehr verbessern und mussten mit den Schlussrängen 16 bzw. 17 begnügen.

Für Odermatt nahm das Saisonfinale in Lillehammer, das sich mit einem 7. Platz in der Abfahrt und einem 19. Rang im Super-G schon alles andere als optimal angelassen hatte, ein bitteres Ende. Nach gut 20 Fahrsekunden im 1. Lauf wurde er ein erstes Mal ausgehebelt, konnte ein Ausscheiden aber gerade noch in extremis verhindern. Kaum hatte er sich auf die Linie zurückgekämpft, rutschte Odermatt nach einer Kante weg und verpasste das nächste Tor.

Er habe nicht rechnen, sondern die Saison mit einem guten Rennen abschliessen wollen, «das heisst für mich, dass ich um den Sieg fahre, nicht ‹abehösele›», so Odermatt. Natürlich habe er die Kugel gewinnen wollen, «aber Fehler passieren».

Der Abschied von Pinturault

In Lillehammer ging eine grosse Allrounder-Karriere zu Ende: Alexis Pinturault bestritt sein letztes Weltcup-Rennen. Der Franzose gewann zweimal WM-Gold in der Kombination (2019 in Are und 2023 in Courchevel) und kommt auf 77 Weltcup-Podestplätze (34 Siege). Er verabschiedete sich mit einer Champagner-Dusche und einem 11. Rang.

So geht es weiter

Als letztes Rennen steht bei den Männern am Mittwoch der Slalom auf dem Programm. Mit Atle Lie McGrath (NOR), Pinheiro Braathen, Clément Noël (FRA) und Henrik Kristoffersen (NOR) haben noch 4 Athleten eine Chance auf den Gewinn der Disziplinenwertung. Der 1. Lauf wird bei SRF ab 10:30 Uhr übertragen, der 2. ab 13:30 Uhr.

Übersicht

SRF zwei, sportlive, 24.03.2026, 09:15 Uhr ; 

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