Das Podest
- 1. Manuel Feller (AUT) 1:40,60 Minuten
- 2. Loïc Meillard (SUI) +0,35 s
- 3. Linus Strasser (GER) +0,53
Loïc Meillard hat beim Slalom in Kitzbühel seine erste «Gams» gewonnen. Bei Halbzeit hatte der Walliser geführt und deshalb auf das goldene Exemplar der Siegertrophäe geschielt. In der Entscheidung legte Meillard zwar stark los, danach büsste er aber kontinuierlich etwas Zeit ein. Am Ende reichte es ihm zu Platz 2, womit er zum dritten Mal in diesem Winter auf ein Slalom-Podest stieg. Bereits in Val d'Isère hatte Meillard nach dem 1. Durchgang geführt – und wurde danach ebenfalls Zweiter.
Der Schweizer musste sich auf dem Ganslernhang einem entfesselten Manuel Feller geschlagen geben. Für den Österreicher ging just beim Heimrennen zum ersten Mal in dieser Saison alles auf. Bei Halbzeit hatte er Zwischenrang 4 belegt, schaffte mit einer risikoreichen Fahrt aber noch den Sprung nach ganz vorne.
Es ist eine Erlösung auf mehreren Ebenen. Für Feller ist es der erste Podestplatz in dieser Saison und sein erster überhaupt in Kitzbühel. Und auch das Austria-Team dürfte aufatmen. In diesem Winter stand zuvor noch kein Österreicher auf dem Slalom-Podest.
Ein Befreiungsschlag gelang auch Linus Strasser, dem es zuletzt ebenfalls nicht nach Wunsch gelaufen war. Der Kitzbühel-Sieger von 2024 fuhr zum ersten Mal in die Top 3.
Die weiteren Schweizer
- 7. Tanguy Nef +0,81
- 12. Daniel Yule +1,38
- Nicht im 2. Lauf: Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Luca Aerni, Matthias Iten, Sandro Simonet (alle DNF)
Tanguy Nef hat nach dem Ausscheiden in Wengen zu seiner Konstanz zurückgefunden. Der Genfer sicherte sich mit Rang 7 sein fünftes Top-10-Ergebnis in diesem Winter. Kleinere Brötchen backt Daniel Yule. Der Walliser erlebt eine schwierige Saison. In Kitzbühel, wo er schon zweimal gewonnen hat, gelang ihm nun aber bei letzter Gelegenheit das zweite Top-15-Resultat des Winters.
Damit dürfte das vierte Olympia-Ticket an Yule gehen. Meillard, Nef und Matthias Iten haben die Selektionskriterien von Swiss-Ski bereits erfüllt.
Den Schweizer Fahrern, die ausserhalb der Top 30 starteten, gelang kein Exploit, im Gegenteil. Bei Ramon Zenhäusern passte wenig bis gar nichts zusammen. Der Walliser brachte seinen Lauf ebenso nicht ins Ziel wie Marc Rochat, Luca Aerni, Iten und Sandro Simonet.
So geht es weiter
Nach den beiden Klassiker-Wochenenden in Wengen und Kitzbühel gibt es kaum eine Verschnaufpause. Bereits am Dienstag geht es in Schladming mit einem Riesenslalom weiter, gefolgt von einem Slalom am Mittwoch. Beide Rennen auf der Planai werden am Abend unter Flutlicht ausgetragen.